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#1 Ausbau zum Camper - Teil 1

Camper Ausbau

Camper Ausbau - Teil 1


Wenn du einen Kastenwagen zum Camper ausbauen möchtest, dann stellt sich zunächst die Frage nach dem passenden Fahrzeug. Der Markt ist seit Beginn der Corona-Pandemie nahezu leergefegt. Die Preise schießen dementsprechend immer weiter in die Höhe. Nach langer Suche haben wir das passende Basisfahrzeug für den Vanausbau gefunden. Wenn du noch auf der Suche bist, dann halte nach folgenden Fahrzeugmodellen Ausschau, die sich besonders gut für den Ausbau zum Campervan eignen:

  • VW Crafter
  • Mercedes Sprinter
  • Peugeot Boxer
  • Fiat Ducato
  • Citröen Jumper
  • Opel Movano
  • Renault Master
  • Iveco Daily
  • Ford Transit

Alle Modelle gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Die Länge und Höhe varriert, sodass du den Kastenwagen nach deinen eigenen Bedürfnissen aussuchen kannst. Wenn du aber erst einmal ein kleineres Fahrzeug zum Campervan ausbauen möchtest, dann wirf auch einen Blick auf diese Basisfahrzeuge für den Vanausbau:

  • Mercedes Vito
  • Renault Trafic
  • VW T3
  • VW T5
  • VW Caddy

Bevor wir mit dem Camperausbau unseres Opel Movano begonnen haben, hatten wir für kurze Zeit einen VW T3 Camper. In diesem Blogbeitrag erfährst du, warum wir ihn wieder abgegeben haben und was den T3 Bulli so besonders macht.

 

Am einfachsten vergleichst du die Preise der Basisfahrzeuge für den Ausbau zum Campervan auf mobile.de oder autoscout24.de. Hier findest auch bereits ausgebaute Vans, falls du doch lieber einen fertigen Campervan kaufen möchtest.

 

In dieser Kategorie erzählen wir dir, wie wir unseren Van Ausbau Schritt für Schritt vorangetrieben haben. In mehreren Blogbeiträgen gehen wir auf die unterschiedlichen Ausbauschritte ein und erklären, wie wir unseren Kastenwagen zum Campervan ausgebaut haben.

Camper selber ausbauen

Campervan kaufen: Welches Auto zum Camper umbauen?

Nimm dir bei der Suche nach dem richtigen Auto für den Selbstausbau zum Camper ausreichend Zeit. Wir haben nach drei Monaten schließlich ein passendes Basisfahrzeug gefunden. Hier findest du alle wichtigen Daten zu unserem Opel Movano.

  • 107 kW/146 PS
  • Baujahr: 2012
  • Kilometer: 178.000
  • Gangschaltung: Automatik

Bevor der Camperausbau startet solltest du das Fahrzeug in einer Werkstatt einem Check-Up unterziehen. Lass Mängel lieber sofort beseitigen, bevor du später von hohen Kosten überrascht wirst. Beim Kauf hatte der Opel Movano neuen TÜV, neue Bremsen, neue Reifen und bis heute keine Roststellen. Die Anschaffungskosten findest du in der Tabelle weiter unten im Beitrag.

 

Darauf solltest du vor dem Kauf eines Kastenwagen achten:

  • Höhe und Länge des Fahrzeugs (bei uns L2H2, wenn es größer sein soll beispielsweise L3H3)
  • Laufleistung (hier empfehlen wir dir ein Basisfahrzeug unter 200.000km Laufleistung)
  • Baujahr (nicht zu alt, damit die Anschaffung von Ersatzteilen problemlos funktioniert)
  • Motorisierung (nicht zu wenig, da durch den Ausbau einiges an Gewicht hinzukommt)

Wenn du mit dem eigenen Camperausbau noch warten möchtest, dann sammle erst einmal ein paar Roadtrip-Erfahrungen mit dem Mietwagen*. Dabei wirst du schnell merken, ob ein ein Van Ausbau für dich Sinn macht. Alle Produkte, die wir während des Ausbau zum Campervan benutzt haben, findest du in der Einkaufsliste weiter unten im Blogbeitrag.

Wie viel kostet der Ausbau zum Campervan?

Natürlich stellt sich dir sicher auch die Frage, wie viel so ein Camperausbau kostet. Wir haben ein Budget von 16.000 Euro eingeplant und glauben, dass wir damit auch ganz gut hinkommen. In diesen Kosten ist sowohl die Anschaffung des Basisfahrzeuges als auch der gesamte Ausbau inklusive. Wenn auch du das erste Mal einen Kastenwagen zum Camper ausbaust, ist diese Summe ein guter Richtwert, an dem du dich orientieren kannst..

 

Aber: Beim Camperausbau kannst du sowohl deutlich mehr als auch deutlich weniger Geld ausgeben. Zwischen 10.000 und 60.000 Euro haben wir schon alles gehört und gesehen. Allein bei deiner Wahl für das richtige Basisfahrzeug varrieren die Kosten extrem. Auch beim Ausbau kannst du natürlich auf Luxus verzichten oder den Camper für alle Fälle rüsten. Hier kommt es ganz auf deine individuellen Wünsche an. Weiter unten im Beitrag erfährst du, wie viel Geld wir für die ersten Schritte inklusive der Anschaffung ausgegeben haben.

 

Als Faustregel empfehlen wir dir die selbe Summe, wie du sie für die Anschaffung ausgegeben hast, noch einmal für den Ausbau einzuplanen.


1. Ausbau Kastenwagen: reinige den Camper gründlich

Bevor du nun voller Tatendrang mit dem Ausbau zum Campervan startest, solltest du dein Wohnmobil gründlich reinigen. Hierfür solltest du eine gesamte Woche einplanen. Wenn du dich jetzt fragst, wieso die Reinigung so viel Zeit in Anspruch nimmt, dann klären wir dich gerne auf.

 

Ganz zu Beginn haben wir unseren Kastenwagen erst einmal von außen gereinigt. Du weißt nie, wie mit deinem Fahrzeug in der Vergangenheit umgegangen wurde. Um Rost vorzubeugen und im besten Fall zu vermeiden ist es daher sinnvoll, wenn du dein Fahrzeug regelmäßig von außen reinigst. Wir haben das in mehreren Etappen getan.

Reinigung Camper Ausbau

Folgende Hilfsmittel benötigst du für die Reinigung:

Du startest bei der Reinigung mit dem Autoshampoo, damit der Schmutz sich löst. Wenn dein Kastenwagen nun sauber ist, dann behandelst du den Lack zunächst mit Lackreiniger und anschließend mit einem Hartwachs-Lackschutz. Das frischt den Lack nicht nur auf, sondern schützt ihn auch in der Zukunft. Für den Werterhalt deines Fahrzeuges ist diese Reinigung vor dem Wohnmobil Ausbau unausweislich.

Reinigung Campervan

Im nächsten Schritt reinigst du das Fahrzeug von innen. Nutze hierfür folgende Hilfsmittel:

Wenn du dein Fahrzeug nicht gerade neu oder von einem größeren Autohändler kaufst, dann solltest du auch die Fahrerkabine reinigen. Wir haben die Polster mit einem entsprechenden Reiniger behandelt und das gesamte Cockpit mehrmals abgewaschen und anschließend mit Cockpitspray eingesprüht.

Reinige den Wohnbereich bevor du mit dem Camperausbau startest

Und wenn du denkst, dass die meiste Arbeit nun hinter liegt, dann müssen wir dich leider enttäuschen. Denn die Reinigung des Landeraumes, der später dein Wohnbereich ist, ist besonders anspruchsvoll. Wir sind hierbei in mehreren Etappen vorgegangen.

 

Zunächst haben wir alles entfernt, was uns beim Wohnmobil Ausbau stört. Dazu gehören die Trennwand, die Bodenplatte, die Türabdeckungen und alle weitere Abdeckungen, die im Laderaum verbaut sind. Und jetzt beginnt der größte Teil der Arbeit. Anschließend reinigst du den gesamten Innenraum im Camper gleich mehrmals. Am besten tust du dies mit Silikonentferner*. Mit diesem Lösemittel entfernst du den Schmutz, Staub- und Fettschichten, die sich über die Jahre im Laderaum angesammelt haben. Diesen Prozess solltest du mindestens zwei bis drei Mal wiederholen.

Tipp: Der Grund hierfür liegt im nächsten Schritt, wenn du deinen Campervan isolierst. Denn das Material zur Isolierung hält nur auf Untergründen die blitzsauber sind. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich das Armaflex nach einiger Zeit löst. Aber dazu erfährst du im nächsten Schritt mehr.

 

Rostschutz Camperausbau

Wenn der Camper nun sauber ist, dann solltest du nach Roststellen oder Stellen, an denen der Lack abgeplatzt ist, Ausschau halten. Damit sich hier kein Rost bildet solltest du die Stellen gründlich abschleifen und den Staub zunächst mit klarem Wasser entfernen. Anschließend streichst du mit einem Rostversiegelunglack* zwei Mal über diese Stellen, damit dein Campervan auch weiterhin rostfrei bleibt.

 

Hier haben wir dir nochmal alle Schritte zusammengefasst:

  1. Trennwand lösen und herausnehmen
  2. Bodenplatte lösen und entfernen
  3. Türabdeckungen und weitere Abdeckungen herausnehmen
  4. Innenraum mehrmals gründlich mit Silikonentferner reinigen
  5. Roststellen leicht abschleifen und mit Rostversiegelungslack streichen

2. Isolierung beim Campervan

Jetzt, wo dein Basisfahrzeug richtig sauber ist kannst du deinen Kastenwagen zum Camper ausbauen. Los geht es hierbei mit der Isolierung. Die meisten, die beim Wohnmobil-Selbstausbau isolieren, nutzen hierfür Armaflex. Armaflex ist ein flexibles Dämmmaterial aus Kautschuk. Warum ist es wichtig, dass du deinen Campervan dämmst? Wenn du nur im Sommer unterwegs bist, dann musst du dein Fahrzeug nicht zwangsläufig isolieren. In den meisten Fällen macht es aber durchaus Sinn, da dein Camper nicht nur gegen Kälte, sondern eben auch gegen Hitze isoliert wird.

 

Auf Youtube findest du etliche Videos zum Thema Campervan isolieren. Wir haben uns daran orientiert. Für die Isolierung benötigst du folgende Materialien:

Camper richtig isolieren: Verwende Alubutyl

Zunächst beklebst du die großen Blechstellen im Innenraum mit Alubutyl. Alubutyl ist ein spezielles Material, dass als Schallschutz und zur Entdröhnung verwendet wird. Beim Camperausbau hat es den Vorteil, dass prasselnder Regen auf dem Dach und auch das Schließen der Türen deutlich leiser ist als ohne Alubutyl. Dabei musst du die Stellen garnicht vollflächig verkleben. Unserer Erfahrung nach reicht es auch, wenn du ungefähr 60 Prozent der Fläche mit dem Material beklebst. Der Effekt ist wirklich verblüffend!

 

Tipp: Nutze für das Zurechtschneiden der Stücke und das aufkleben unbedingt Handschuhe. Die Kanten sind aus Aluminium und daher extrem scharf.

Behandle die Holme mit einer Hohlraumversiegelung

Nachdem die großen Stellen der Karosserie nun von innen mit Alubutyl entdröhnt sind kümmerst du dich um die Holme. Sicher kannst du dir vorstellen, dass du den Innenraum der Holme nicht mit Armaflex isolieren kannst. Um hier Kondenswasser zu verhindern und die Holme vor Rost zu schützen machst du eine sogenannte Hohlraumversiegelung.

Hohlraumversiegelung Campervan

Nutze hierzu einen Fluidfilm. Wir haben für den gesamten Innenraum insgesamt 6 Dosen benötigt. Beim Einsprayen der Holme solltest du auf jeden Fall eine Maske tragen. Nun sprühst du die Holme großzügig von innen mit der Hohlraumversiegelung ein. Der Nutzen liegt darin, dass das Wasser, dass durch das Leben im Camper entsteht, keinen Rost bildet, sondern die Holme herunterfließt und über die Abläufe aus dem Camper läuft. Denn jeder Kastenwagen hat seitlich auf dem Boden sogenannte Abflussstellen, falls sich Wasser im Camper sammelt. Durch diese Stellen gelangt das Wasser problemlos nach draußen.

 

Tipp: Denke unbedingt daran, dass du diese Stelle nicht mit Armaflex überklebst. Ansonsten kann das Kondenswasser nicht mehr abfließen. In der Regel bildet sich bei einem gut isolierten Camper im Innenraum aber ohnhin kaum Kondenswasser.

Camper Isolieren: Beklebe den gesamten Innenraum mit Armaflex

Bevor du das Armaflex einkaufst, solltest du beachten, dass es drei unterschiedliche Varianten gibt. Wir haben überall das selbstklebende Armaflex XG benutzt. Die großen Flächen beklebst du nun mit dem 19mm Armaflex. Anschließend kümmerst du dich um die Holme. Hierfür benutzt du das 6mm Armaflex. Alle Kanten und Übergänge beklebst du am Ende noch mit einem 3mm Armaflexband. Bei der Camper Isolierung kommt es darauf an, dass du wirklich jede Stelle isolierst. Ansonsten bildet sich an offenen Blechstellen Kondenswasser, dass dazu führen kann, dass einige Stellen rosten.


3. PVC-Boden verlegen beim Ausbau zum Campervan

Im dritten Schritt beim Camperausbau kümmerst du dich um den Boden. Den Boden solltest du, wie auch den restlichen Camper, zunächst gründlich reinigen. Hier nutzt du den bereits bekannten Silikonreiniger. Danach kommen Konstruktionslatten zum Einsatz. Diese werden mit einem speziellen Konstruktionskleber auf dem Boden von deinem Camper verklebt. Achte mit einer Wasserwaage darauf, dass die Latten eine absolut ebene Fläche bilden.

 

Das brauchst du für den Boden im Campervan:

Danach beklebst du die freien Flächen zwischen den Latten mit 19mm Armaflex. Das Armaflex darf hier ruhig etwas enger in die Lücken gedrückt werden, damit der Boden auch gut isoliert ist und hier keine Kältebrücke entsteht.

Ausbau Kastenwagen: Verschraube OSB-Platten auf dem Boden

Nun verschraubst du OSB-Platten auf den bereits verklebten Konstruktionshölzern. Damit bekommst du eine gerade Fläche auf dem Boden. Wir haben uns hier für 15mm dicke OSB-Platten entschieden. Alternativ nutzen viele beim Camper-Selbstausbau auch Siebdruckplatten. Entscheide hier selbst, was du besser findest. Nachdem der Boden nun mit OSB-Platten verlegt wurde kannst du dich an den letzten Schritt begeben.

Verleihe deinem Campervan mit PVC-Boden einen coolen Look

Im letzten Schritt verleihst du dem Boden in deinem Wohnmobil seinen ganz eigenen Look. Am besten nutzt du hierzu einen PVC-Boden von der Rolle. Das Material ist leicht und im Baumarkt hast du eine riesige Auswahl an Mustern und Formen. Zu Hause schneidest du den Boden dann erst einmal ganz grob zurecht. Anschließend verstreichst du einen speziellen PVC-Kleber mit einem Zahnspachtel auf den OSB-Platten.

 

Nun rollst du den PVC-Boden nach und nach aus und verklebst ihn auf den OSB-Platten. Schneide überstehende Stücke mit einem Cuttermesser ab und gehe mit einer Tapetenrolle und etwas Druck über den PVC-Boden, damit er richtig auf dem Untergrund hält.

 

PVC hat unserer Meinung nach gleich mehrere Vorteile gegenüber anderen Bodenbelägen. Zunächst einmal macht Nässe dem PVC-Boden nichts aus. Außerdem lässt sich PVC kinderleicht reinigen. Wenn du fertig bist, dann verziere die Kanten für einen perfekten Look mit Flachleisten.


4. Camperausbau: Dachfenster im Van einsetzen

Die ersten sichtbaren Fortschritte hast du bei deinem Ausbau zum Campervan nun geschafft. Weiter geht es mit einer sehr kniffligen Angelegenheit. Damit genug Licht und Frischluft in deinen Camper gelangt solltest du mindestens ein oder besser sogar zwei Dachfenster verbauen. Hierzu ist es nötig, dass du die ersten Löcher in die Karosserie von deinem Camper sägst. Beim Ausbau zum Camper ist das ein sehr aufregender Schritt, denn was du erstmal rausgesägt hast, ist unwiederbringlich weg. An der Seitentür haben wir uns gegen ein Fenster entschieden, weil wir dort bereits eine große Scheibe eingebaut ist.

 

Wir haben zwei Dachluken eingebaut, damit wir auch im Sommer nachts eine gute Luftzirkulation im Fahrzeug haben. Außerdem steigt heiße Luft ja bekanntlich nach oben, was bewirkt, dass in einem isolierten Campervan angenehme Temperaturen herrschen, wenn die warme Luft über die Dachluken abzieht.

 

Das benötigst du für den Einbau der Dachluken im Camper:

Ausbau Kastenwagen: Säge zwei Löcher in das Dach von deinem Campervan

Beim Einbau deiner Dachluken startest du mit dem Ausmessen des Ausschnittes. Die Maße sind in der Bauanleitung von deinem Dachfenster angegeben. Am besten klebst du den Ausschnitt sowohl von außen als auch von innen mit Klebeband ab. Das Klebeband sorgt dafür, dass weniger Metallspäne entstehen, die in den Laderaum des Campers fallen und schnell rosten. Am besten benutzt du das Klebeband erst von außen, bohrst in die 4 Ecken jeweils ein kleines Loch und klebst den Ausschnitt dann nochmal von innen ab.

 

Und schon kann es losgehen. Nutze für das Herausschneiden eine Stichsäge und achte darauf, dass du ein Metall-Sägeblatt verwendest. Diesen Moment vergießt du garantiert nicht, denn jetzt gibt es kein Zurück mehr. Bevor du nun das Fenster einsetzt ist es wichtig, dass du die Schnittkanten nochmal abschleifst und mit Rostversiegelung streichst. Denn gerade solche Kanten sind besonders anfällig für Rost.

Baue das Fenster in deinen Kastenwagen ein

Camper Selbstausbau

Nachdem du das Loch für den Einbau ausgeschnitten hast baust du das Fenster, wie in deiner Bedienungsanleitung beschrieben, ein. Bei dem Modell Bei unserem Modell, dem REMItop Vista, ist sogar eine Schablone dabei, die dir beim Aufzeichnen und Ausschneiden weiterhilft. Danach benötigst du lediglich einen Konstruktionskleber sowie Dekaseal Dichtmasse. Durch den Kleber hält das Fenster bombenfest und die Dichtmasse sorgt dafür, dass deine Fenster dicht sind und kein Wasser in den Camper gelangt.

Ausbau Camper: Teste, ob deine Fenster dicht sind

Nachdem dein Fenster eingebaut und der Kleber sowie die Dichtmasse getrocknet sind solltest du mit einem Gartenschlauch testen, ob wirklich alles dicht ist. Bei uns war noch eine kleine Stelle undicht, sodass wir nochmal mit Dekaseal nachgeholen haben. Dekaseal Dichtmasse hat den großen Vorteil, dass die UV-beständig ist und flexibel bleibt.

 

Damit das Dachfenster nicht nur an dem dünnen Blech der Karosserie befestigst ist, empfehlen wir dir von innen noch einen Holzrahmen zu befestigen. So haben die Fenster mehr Stabilität und auch optisch siehtdas Endergebnis deutlich besser aus als ohne Holzrahmen.


5. Löcher beim Wohnmobil-Ausbau in das Auto sägen

Jetzt wo du erste Erfahrungen im Schneiden von Löchern gesammelt hast darfst du gleich weiter Löcher in dein Auto sägen. Keine Sorge, ganz so schlimm ist es nicht. Insgesamt sind es genau drei Löcher, die du benötigst. Eventuell sind es sogar nur zwei, denn das Loch um Frischwasser zu tanken benötigst du nur, wenn du dein Frischwasser auch von außen auffüllen kannst.

 

Suche dir also eine geeignete Stelle für die Standheizung, den Landstrom-Anschluss und die Frischwasserzufuhr. Wenn du bereit bist, dann gehe vor wie beim Fenster. Klebe zunächst die jeweiligen Stellen mit Klebeband ab, bohre ein Loch hinein und schneide das Blech mit einem Metall-Sägeblatt auf deiner Stichsäge heraus. Danach schleifst du auch hier wieder die Kanten, ehe du diese mit Rostversiegelung streichst.

Kastenwagen ausbauen: Sorge für Strom, Wasser und Heizung

Wenn der Lack an den Kanten trocken ist, dann setze die jeweiligen Einbauteile ein und dichte sie ordentlich ab. Hier findest du die Einbauteile, die wir bei unserem Campervan Ausbau benutzen:

Wenn du die Teile nun einsetzt, dann dichte sie entweder mit UV-beständigem Silikon oder Dekaseal Dichtmasse ab.

 

In unseren weiteren Blogbeiträgen gehen wir aber noch einmal auf die Themen Wasserversorgung, Elektronik im Camper und den Einbau der Standheizung ein.


Einkaufsliste und Kosten für den Vanausbau

Material Kosten
Basisfahrzeug 7.900,00 €
Sonstiges (Check-Up, Reparaturen, Zulassung) 640,50 €
Reinigung  
Silikonentferner (2 Dosen) 14,98 €
Rostschwamm 6,49 €
Rostversiegelungslack 9,39 €
Lackpinsel-Set 4,49 €
Polierhandschuh 4,49 €
Polsterschaumreiniger 8,99 €
Cockpitspray 7,99 €
Lackreiniger 8,28 €
Hartwachs-Lackschutz 5,48 €
Glanzshampoo 5,99 €
Isolierung  
19mm Armaflex XG (selbstklebend), 4 Rollen 191,96 €
6mm Armaflex XG (selbstklebend) 54,37 €
3mm Armaflexband XG (selbstklebend), 3 Rollen 44,64 €
Alubutyl 2mm 97,62 €
Fluidfilm (6 Dosen) 60,00 €
Boden  
Konstruktionslatten 44,82 €
Konstruktionskleber 32,97 €
OSB-Bodenplatten (18mm) 121,55 €
PVC-Boden 51,14 €
PVC-Bodenkleber 18,49 €
Zahnspachtel 1,59 €
Flachleisten 7,38 €
Treppenschienen 14,97 €
Dachfenster  
Dachfenster REMItop Vista (2 Stk.) 225,82
Kleber 10,99
Sägeblätter 7,59
Dekaseal Dichtmasse 26,70
   
Gesamtsumme 9.629,67 €

Versicherung und Steuern beim Campervan

Da Versicherung und Steuern bei einem Kastenwagen oder Camper individuell sind, nehmen wir diese Kostenpunkt nicht in unsere Liste mit auf. Wir möchten es an dieser Stelle nur erwähnen, dass diese kosten bei dir nicht in Vergessenheit geraten. Zunächst meldest du den Kastenwagen in der Regel als LKW bis 3,5 Tonnen an. Nach dem fertigen Van Ausbau und der fälligen Abnahme vom TÜV erhältst du schließlich die Zulassung als Wohnmobil. Wenn das geschafft ist wird dein Fahrzeug in der Versicherung um einiges günstiger als vorher. Bei den Steuern kommt es letztlich ganz darauf an, welches Fahrzeug du besitzt.


Ausbau Camper: Unsere Buchempfehlungen

Leitfaden für einen günstigen Campervan-Ausbau

Wenn du einen Kastenwagen zum Camper ausbauen möchtest, dann empfehlen wir dir dieses Buch. Darin findest du wertvolle Informationen, worauf du beim Vanausbau achten solltest und wie du jede Menge Geld sparen kannst. Neben Details zum Basisfahrzeug erfährst du worauf es bei der Elektrik, dem Wassersystem und der Isolierung im Camper ankommt.


Wohnmobile selber ausbauen

Bis du deinen Traum vom selbstausgebauten Campervan erfüllst, bewältigst du mehrere Hürden beim Ausbau. Damit dir das etwas leichter fällt, empfehlen wir dir das Buch Wohnmobile selbst ausbauen und optimieren. Darin findest du 1.000 Tipps und Tricks, wie du deinen Campervan oder deinen Wohnmobil-Ausbau fertigstellst und optimierst. Dabei ist es ganz egal, ob du einen kleinen Camper hast oder ein riesiges Wohnmobil.


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