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Camper isolieren mit Armaflex

Camper isolieren

Wenn du den passenden Kastenwagen für deinen Camper Ausbau erst einmal gefunden hast, dann geht die Arbeit erst so richtig los. Die Vorfreude auf den Ausbau ist sicher riesig. Dennoch ist der erste Schritt weniger schön. Zunächst heißt es Ausräumen, Reinigen und Roststellen bearbeiten. Erst im Anschluss beginnst du mit der Isolierung.

 

Dieser Blogbeitrag ist der erste in unserer neuen "Schritt-für-Schritt"-Ausbauserie. Hier findest du in Zukunft alle einzelnen Ausbauschritte im Detail, damit du für dein Projekt bestens vorbereitet bist. Wenn du deinen Camper isolieren möchtest, dann findest du hier alle Infos, die du benötigst.

 

Wenn du zwar mit dem Gedanken spielst einen Camper auszubauen, zunächst aber erste Erfahrungen im Vanlife sammeln willst, dann empfehlen wir dir die Plattformen PaulCamper* und CamperDays*.

 

Während du bei PaulCamper liebevoll ausgebaute Vans von Privatpersonen mieten kannst, findest du bei CamperDays tolle Mietangebote für verschiedene Campingfahrzeuge weltweit. Auf der Suche nach den besten Stell- und Campingplätzen in Europa empfehlen wir dir Eurocampings*, Campspace* und die App von Park4Night.

Der erste Schritt beim Camperausbau

Ob Wohnwagen, Wohnmobil, Kastenwagen oder Campervan. Deutschland erlebt spätestens seit der Corona-Pandemie einen wahren Boom beim Ausbau von Wohnmobilen. Der erste Schritt bei deinem zeitaufwendigen Projekt ist das Reinigen, die Rostbehandlung und die Isolierung. Vor allem diese ersten Schritte benötigen einiges an Zeit.

 

Insgesamt solltest du den Aufwand bei einem Camper Ausbau nicht unterschätzen. Wir empfehlen dir mindestens 4 Monate, die du dir für alles Zeit nehmen solltest In der Regel brauchst du sogar deutlich länger, wir haben, obwohl wir zeitweise Vollzeit am Van gearbeitet haben, 6 Monate benötigt.

Weitere Blogbeiträge in unserer Camperausbau-Serie

Wohnmobil Dämmung

Wenn du einen groben Überblick zu allen Schritten beim Camperausbau bekommen möchtest, dann wirf einen Blick in unseren weiteren Blogbeiträge in der Rubrik "Camperausbau". Hier findest du insgesamt sieben Beiträge, in denen wir immer mehrere Ausbauschritte zusammengefasst haben.

 

In dieser neuen Schritt-für-Schritt-Serie werden wir auf jeden einzelnen Ausbauschritt im Detail eingehen, damit du nichts falsch machst. Wenn du aber nicht zum ersten Mal einen Van selber ausbaust, dann ist die kompakte Camperausbau-Serie auf unserem Blog eine gute Alternative.

 


Warum du deinen Camper isolieren solltest

Bodenplatte

Vielleicht stellst du dich als Neuling die Frage, warum du deinen Camper isolieren solltest. Hier möchten wir dir ein paar Gründe nennen, weshalb die richtige Wohnmobil Dämmung so wichtig ist. Denn jenachdem, wie du deinen Camper nutzen möchtest, können böse Überraschungen das Projekt Vanlife schnell zum Scheitern bringen.

 

Der wichtigste Grund für eine gute Isolation im Camper ist definitiv die Temperatur. Die Isolierung mit Armaflex sorgt unter anderem dafür, dass es im Winter nicht zu kalt und im Sommer nicht zu warm wird. Ganz egal wann du also mit dem Camper verreisen möchtest, die Wohmobil Isolierung ist einer der wichtigsten Schritte beim gesamten Ausbau.

 

Darüber hianus gibt es aber auch noch ein paar weitere enorm wichtige Gründe, warum du deinen Camper dämmen solltest. Da der Campervan unterwegs dein Zuhause ist, schläfst und kochst du auch in deinem Fahrzeug. Durch das Atmen während dem Schlaf oder das Kochen entstehen Feuchtigkeit und Dämpfe.

 

Hinzukommt, dass Stellen die nicht richtig isoliert sind zu Kältebrücken oder Wärmebrücken führen. Durch all diese Dinge entstehen in deinem Camper Kondenswasser. Dieses Kondenswasser lagert sich überall dort ab, wo du den Camper nicht richtig isolierst. Und genau diese Feuchtigkeit und das Kondenswasser führen nach einiger Zeit zu Schimmel. Und Schimmel ist das Letzte, was du im Inneren deines Campers benötigst.

 

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Diese Dämmmaterialien gibt es

Camper Ausbau

Wenn du noch auf der Suche nach dem richtigen Material für deine Dämmung bist, dann findest du im Internet unterschiedliche Empfehlungen. Hier gehen wir deshalb kurz auf das verschiedene Dämmmaterial ein und erklären dir, warum wir dir immer Armaflex für das Innere des Fahrzeugs empfehlen würden.

 

Hier findest du eine Liste mit verschiedenem Dämmmaterial für deinen Camper:

  • Kork

  • Styropor

  • Bauschaum

  • Mineralwolle

  • Armaflex

 

Zunächst möchten wir kurz auf Bauschaum und Kork eingehen. Das große Problem von diesem Dämmmaterial ist, dass beide Materialien nicht wasserresistent sind. Das bedeutet, dass sowohl Kork als auch Bauschaum Feuchtigkeit aufnimmt. Auf Dauer führt das zu Schimmel.

 

Solltest du dennoch eine natürliche Variante mit Kork bevorzugen, dann solltest du unbedingt dafür sorgen, dass eine Dampfsperre vorhanden ist. Durch diese Dampfsperre gelangt keine Feuchtigkeit in die Dämmung. Um eine Dampfsperre zu erzeugen musst du den Kork oder Bauschaum mit einer Folie abdecken.

 

Auf diese Art wird der Weg der Feuchtigkeit zur Dämmung versperrt. Allerdings ist das gesamte Prozedere ziemlich aufwendig, da bei sich bei kleinen Lücken schnell Kondenswasser sammelt. Das widerum führt mit der Zeit zu Roststellen im Inneren der Karosserie.

 

Ein weiteres Isoliermaterial ist Styropor. Hier ist der Fall aber relativ simpel. Styropor ist nicht flexibel und ist daher generell für kaum einen Kastenwagen zur Dämmung geeignet. Im Camper hast du selten gerade Flächen, weshalb ein Material das unflexibel ist wenig Sinn macht.

 

Wenn du auf der Suche im Netz auf Mineralwolle für die Isolierung im Camper gestoßen bist, dann raten wir dir auch hiervon ab. Bei dieser Isolierung hast du das Problem, dass Wolle seine Form nicht hält, wenn sie in Bewegung kommt.

 

Mit dem Camper fährst du immer wieder über Straßen, auf denen die Vibrationen im Wagen dafür sorgen, dass die Wolle absackt. Das heißt, dass auch hier Flächen entstehen, auf denen nur noch Metall zu sehen ist. Hier sammelt sich erneut Wasser, welches zu neuen Roststellen oder Kältebrücken führt.

 

Darum haben wir uns für Armaflex entschieden

Um Kältebrücken und Roststellen zu vermeiden haben wir uns daher für Armaflex entschieden. Wenn du deinen Camper isolieren möchtest, dann würden wir dir das Material jederzeit weiterempfehlen, da wir super zufrieden mit unserer Isolierung im Camper sind. Wenn du dich für das isolieren mit Armaflex entscheidest, dann hast du viele Vorteile.

 

Zunächst ist die Dämmung absolut wasserresistent. Das bedeutet, dass du dir keine Sorgen um Schimmel machen musst, da das Isoliermaterial keine Feuchtigkeit aufnimmt. Darüber hinaus ist Armaflex super flexibel. Das ist gerade bei den ungeraden Flächen der Karosserie enorm hilfreich. So bekommst du das Armaflex in jede Ecke deines Campervans gedrückt, ganz egal ob am Boden, der Seite, der Decke oder an den Türen.

 

Der letzte Vorteil ist, dass das Isoliermaterial Armaflex seine Form hält, da es direkt auf die Karosserie geklebt wird. Zumindest dann, wenn du dich für die selbstklebende Variante entscheidest. Du hast die Wahl, ob du selbstklebendes Armaflex für die Isolierung deines Campervans nutzen möchtest oder nicht. Mit der selbstklebenden Variante ersparst du dir aber jede Menge Arbeit, weshalb wir dir definitiv diese Option empfehlen.

 

Tipp: alle Stellen, an die du auf dem Metall nicht mit Armaflex rankommst, solltest du mit einem Fluid Film* einsprühen. Hierdurch entsteht eine Hohlraumversiegelung. Grundsätzlich ist freiliegendes Metall immer ein Ort, an dem sich Kondeswasser sammeln kann. Mit der Hohlraumversiegelung im Inneren der Holme sorgst du aber dafür, dass das Wasser in die dafür vorgesehenen Abläufe an den Seite deines Campers fließt und kein Rost entsteht.

Wohnmobil Isolierung

Isolieren mit Armaflex: die unterschiedlichen Varianten

Nun weißt du bereits, dass du Armaflex für die Isolation in deinem Camper nutzen solltest. Auf der Suche im Internet stellst du aber schnell fest, dass es unterschiedliche Varianten gibt. Diese selbstklebenden Optionen hast du für die Isolierung:

  • Armaflex ACE

  • Armaflex XG

  • Armaflex AF

Vom Armaflex ACE raten wir dir ab. Zwar ist die Dämmung mit Armaflex ACE günstiger als die anderen Varianten, dafür klagen viele Selbstausbauer über einen chemischen Geruch. Und den möchtest du natürlich so gut es geht vermeiden. Zudem ist der Wert der Dampfsperre deutlich niedriger als bei den andeern beiden Produkten. Das heißt im Klartext, dass bei zu viel Feuchtigkeit durchaus Kondenswasser entstehen kann.

 

Armaflex XG liegt preislich im Mittelfeld. Die Dämmmatte hat einen besseren Wert für die Dampfsperre, hat eine geringere Wärmeleitfähigkeit und riecht nicht unangenehm nach Chemie. Für uns war die Dämmung mit Armaflex XG daher perfekt. Durch die geringere Wärmeleitfähigkeit bleibt die Wärme, die durch deine Standheizung produziert wird, länger im Bus. Hierdurch sinkt zusätzlich der Verbrauch deiner Dieselstandheizung. Ein Win-Win-Situation also.

 

Armaflex AF ist die Premium-Dämmung. Wenn du deinen Camper isolieren möchtest und wirklich gegen alles gerüstet sein willst, dann nimm diese Variante. Wir selbst sind allerdings der Meinung, dass Armaflex XG absolut ausreicht, wenn du deinen Camper dämmen möchtest. die AF-Variante hat lediglich den Vorteil, dass sie einen antimikrobiellen Schutz hat. Der Preisunterschied der Dämmmatte AF zur Dämmmatte AG ist allerdings beträchtlich, weshalb gerade bei einem Wohnmobil die Isolierung mit Armaflex XG vollkommen ausreicht.

 

Unsere Empfehlung: 19 mm Armaflex XG selbstklebend*

Bodenbelag Camper

Einkaufliste für Camper Isolierung

Um die Wohmobil Isolierung anzugehen, benötigst du eine ganze Reihe an Materialien. Die unterschiedlichen Artikel findest du nahezu alle bei Amazon. Hier sind die Produkte meistens günstiger als im Handel, weshalb wir selbst für die Isolation von unserem Camper fast alles bei Amazon oder Camping Wagner bestellt haben. Wenn du ungefähr wissen möchtest, wie viel wir für unsere Isoliermaterialien ausgegeben haben, dann wirf einen Blick in unseren Beitrag zu den Kosten.

 

Da jedes Fahrzeug unterschiedlich groß ist und du somit auch verschiedene Mengen für die Wärmedämmung benötigst, solltest du dir unsere verlinkten Produkte ansehen und die benötigte Menge für deinen Kastenwagen selbst ausrechnen.

Alle Produkte in der Übersicht

Hier haben wir dir nun alle Produkte bis hin zur richtigen Camper Isolation für die einzelnen Schritte aufgelistet. Wenn du also auf der Suche nach einer guten Übersicht bist, welche Artikel du genau für das Isolieren deines Wohnmobils benötigst, dann findest du hier unsere vollständige Einkaufsliste.

 

Reinigung:

 

Behandlung von Roststellen:

 

Camper Isolieren mit Armaflex:

 

Wenn du noch weitere Artikel für die Einrichtung von deinem Fahrzeug benötigst, dann schau auch bei Bergfreunde* und Globetrotter vorbei. Hier findest du hochwertige Produkte für das Abenteuer Vanlife. Für den Fall, dass du auch noch weitere Gegenstände für die perfekte Outdoor-Ausrüstung benötigst, wirst du hier ebenfalls fündig.


1. Camper isolieren: reinige deinen Camper

Bevor du deinen Camper isolieren kannst, sind ein paar weitere Schritte erforderlich. Bedenke bei all den Arbeiten zur Vorbereitung, dass du in die Zukunft investierst. Los geht es nämlich mit der vollständigen Reinigung deines Campers von innen.

 

Wenn du das sorgfältig erledigt, dann hält auch das Armaflex hervorragend auf dem Metall. Andererseits kann es vorkommen, dass die Dämmung irgendwann von den Wänden fällt. Und das möchtest du sicherlich vermeiden. Zu den ersten Schritten gehört daher die Reinigung.

 

Am besten beginnst du damit alles rauszuwerfen, was du später nicht mehr im Camper benötigst. Dazu gehört beispielsweise die alte Bodenplatte, die Holzverkleidung der Wände oder die Zwischenwand zur Fahrerkabine. Das kommt natürlich ganz darauf an, welche Teile du noch verwenden möchtest. Wir selbst haben jedoch alle angesprochenen Dinge entfernt.

 

Zudem solltest du deinen Camper ganz zu Beginn auch von außen reinigen. Denn nur so siehst du schnellstmöglich, ob es Rost gibt, den du bislang übersehen hast. Außerdem solltest du die Karosserie ordentlich behandeln, damit sie grundsätzlich vor neuem Rost geschützt ist.

 

Dinge, für die Reinigung der Karosserie:

Camper reinigen

Eine gründliche Reinigung ist die halbe Miete

Nachdem die Karosserie sauber ist, beginnt die Reinigung von innen, damit du bald mit der Dämmung starten kannst. Hierbei solltest du die Bodenplatte entfernen, alte Wandverkleidungen und gegebenenfalls auch die Trennwand rauswerfen. Anschließend beginnt die typische Reinigung. Staubsaugen, alles abwaschen und die Polster der Sitze reinigen.

 

Das alles wiederholst du mehrfach! Der wichtigste Schritt für die Isolierung ist jedoch, dass du die Karosserie von innen richtig sauber machst. Hierzu benutzt du am besten Silikonentferner. Mit Silkonentferner entfettest du die Wände deines Campers, was dazu führt, dass die Dämmung in deinem Wohnmobil auf den Wänden richtig hält.

 

Auch diesen Schritt wiederholst du mehrmals, dass auch wirklich alles vollständig gereinigt ist. Nimm dir hierfür ausreichend Zeit, denn umso schneller bist du später beim Isolieren in deinem neuen Wohnmobil.

 

Dinge für die Reinigung von Innen vor dem Camper isolieren:

Camper Innenraum reinigen

2. Camper isolieren: bearbeite alle Roststellen

Bevor die Wohnmobil Isolierung nun endlich startet, solltest du alle Stellen mit Rost gründlich vorbehandeln. Auch, wenn der Schritt lästig ist und ein paar Tage Zeit in Anspruch nimmt, solltest du hier nicht vorschnell handeln. Denn Rost ist das Schlimmste, was deinem Fahrzeug passieren kann.

 

Da du deinen Camper ja bereits von außen und innen sorgfältig gereinigt hast, solltest du nun innen alle Stellen am Metall absuchen, auf denen der Lack bereits abgeplatzt oder Rost vorhanden ist. Das gilt für den Boden, die Wände, die Decke und die Türen.

 

All diese Stellen schleifst du im ersten Schritt gründlich ab. Hierzu genügt ein feines Schleifpapier, sofern noch kein Rost sichtbar ist. Ansonsten nutze lieber eine grobe Variante.

 

Danach reinigst du all diese Flächen erneut mit Silikonentferner, damit kein Staub mehr auf dem Metall zurückbleibt. Im Anschluss streichst du die behandelten Stellen mit einem Rostschutzlack. Diese lässt du zunächst trocknen und bringst anschließend noch eine zweite Schicht auf, damit Rost in Zukunft keine Chance mehr hat.

 

Dinge, um Roststellen zu behandeln:

Rotschutz Camper

Eine gute Rostbearbeitung ist eine Investition in die Zukunft

Das Ergebnis einer guten Bearbeitung von Roststellen sind mehrere tausend Euro, die du in der Zukunft sparst. Das solltest du dir bei den Vorbereitungen immer vor Augen führen. Denn wenn sich Roststellen erst einmal durch das Metall in der Karosserie gefressen haben, wird es teuer.

 

Und wenn du die Stellen nicht richtig behandelst, dann verliert der Wert deines Campers enorm an Wert. Das Thema sollte daher mit dem nötigen Ernst angegangen werden. Tust du das, steht der Isolation deines Campers nichts mehr im Wege. Es kann also endlich losgehen!


3. Camper isolieren: Schallisolierung mit Alubutyl

Schallisolierung Alubutyl

Einen letzten Schritt, der aber bereits zur Isolation gehört, musst du noch erledigen, bevor deine Arbeit mit dem Armaflex beginnt. Unter der Isolation mit Armaflex bringst du vorher noch Alubutyl auf.

 

Alubutyl ist ein Material, dass dafür sorgt, dass die einzelnen Teile deiner Karosserie deutlich leiser werden. Vor allem das Geräusch von Regen oder Wind ist in einem Camper auf Dauer nervig und wird durch das Anbringen von Alubutyl deutlich leiser.

 

Am besten merkst du den Unterschied, wenn du zunächst ohne Alubutyl auf eine deiner Wände klopfst und diesen Test anschließend wiederholst. Das Gute: Alubutyl musst du nicht über die gesamte Fläche verkleben.

 

Es reicht vollkommmen aus, wenn du etwas weniger als die Hälfte der Fläche mit den Alubutyl-Stücken beklebst. Achte dabei darauf, dass du das Material mit Handschuhen zuschneidest, da die Kanten extrem scharf sind.

 

Alles, was du für das Bekleben mit Alubutyl benötigst:

 

Alubutyl sorgt für ein wohnliches Gefühl im Innenraum

Wenn du erst einmal alle Flächen bearbeitet hast, wirst du feststellen, dass das Geräusch deutlich dumpfer ist als zuvor. Das sorgt beim Ausbau deines Campers auch dazu, dass ein wohnliches Gefühl entsteht, da der aufprasselnde Regen deutlich leiser im Camper ankommt als vorher.

 

Zwar ist Alubutyl keine Pflicht beim Isolieren, wir würden es aber jedem empfehlen, der längere Zeit in seinem Camper leben möchte. Wenn du hingegen nur ein oder zwei Mal im Jahr mit dem Camper unterwegs bist, dann genügt beim Isolieren auch Armaflex.


4. Camper isolieren mit Armaflex

Nun beginnt die richtige Isolation. Neben einer Rolle Armaflex benötigst du nun vor allem Geduld. Denn ganz so schnell, wie du denkst, wirst du nicht fertig sein. Insgesamt solltest du mindestens drei volle Tage einplanen, um das Innenleben deines Campers vollständig zu isolieren.

 

Mit der richtigen Isolation sagst du Hitze und Kälte den Kampf an. Das ist schließlich auch die Idee dahinter. Es geht nun darum, dass du bmit dem Isoliermaterial dafür sorgst, dass dein Camper im Sommer nicht kocht und im Winter nicht zu kalt ist. Die Arbeit beginnt!

 

Das brauchst du zum Isolieren mit Armaflex:

 

Insgesamt benötgist du drei unterschiedliche Sorten vom Armaflex. Das wichtigste Isoliermaterial ist eine Rolle mit 19 mm Armaflex. Dieses Armaflex benutzt du für alle großen Flächen deiner Karosserie. Das 6 mm Armaflex kommt vor allem beim Isolieren der Holme zum Einsatz, um Kältebrücken zu vermeiden.

 

Um wirklich alles perfekt zu isolieren nutzt du am Ende noch das 3 mm Armaflexband, um kleine und offene Stellen, die potenziell zu Wärmebrücken oder Kältebrücken führen könnten, nochmal zusätzlich abzudecken. Zudem eignet sich das Band hervorragend, um die Nähte zwischen zwei Stücken perfekt zu isolieren.

Camper isolieren mit Armaflex

Camper isolieren mit Armflex: Wände dämmen

Das Isolieren beginnt mit dem Dämmen der großen Flächen auf den Wänden. Hierzu nutzt du, wie bereits geschildert, das 19 mm dicke Armaflex. Miss hierbei die großen Stellen aus und schneide die Armaflex-Stücke vorab mit einem Cuttermesser zurecht.

 

Anschließend hältst du die Stücke an die Innenwand und ziehst beim Festkleben die Folie langsam ab. Drücke das Isoliermaterial feste an, damit keine Blasen zurückbleiben und eine glatte Fläche entsteht.

 

Für die Holme benutzt du dagegen das 6 mm Armaflex als Isoliermaterial. Da die Holme nicht die direkte Verbindung nach außen sind, genügt hier eine dünnere Schicht. Zudem verlierst du so weniger Raum nach innen, da jeder Millimeter im Camper gold wert ist. Hier verkleidest du die Holme nun vollständig mit dem dünneren Armaflex, bis du an den Wänden kein Stück Metall mehr zu sehen ist.

Isolieren mit Armaflex

Camper isolieren mit Armaflex: Boden dämmen

Camper Isolation

Beim Boden kommt noch ein Zwischenschritt dazu. Nachdem du deine alte Bodenplatte entfernt hast, musst du zunächst eine Grundlage für die neue Bodenplatte schaffen. Hierzu verklebst du mit Montagekleber Holzlatten, auf denen die neue Bodenplatte später festgeschraubt werden kann.

 

Ganz am Ende kannst du auch noch nach Wunsch einen PVC-Boden auf der Bodenplatte verkleben. Doch dazu erzählen wir dir in einem separaten Blogbeitrag alles was du wissen musst. Beim Camper isolieren ist lediglich wichtig, dass du die Holzlatten mit Montagekleber befestigst, bevor du mit dem Isolieren startest.

 

Hierzu benötigst du folgende Dinge für den Boden:

 

Nachdem du die Grundlage für deinen Boden gelegt hast, kannst du auch hier zwischen die Latten das 19 mm dicke Armaflex kleben. Besonders am Boden ist es wichtig, dass du sorgfältig arbeitest, da du hier die Kälte von unten am meisten spürst, wenn du im Winter unterwegs bist.

 

Beim Dämmen deiner Bodenplatte wirst du später feststellen, dass kaum mehr Kälte von unten in den Camper gelangt, da du mit dem Armaflex, der Bodenplatte und dem Boden eine gute Isolierung geschaffen hast.

Kastenwagen isolieren
Isoliermaterialien Campervan

Camper isolieren mit Armaflex: Dach und Dachfenster dämmen

Sobald die Wände und der Boden sorgfältig isoliert sind, geht es weiter mit dem Dach und den Dachfenstern deines Campers. Bei der Decke ist grundsätzlich alles genauso, wie vorher bei den Wänden. Für große Flächen nutzt du das dickere Armaflex, für die Holme das dünnere Material. Hierbei kommt besonders der Punkt der Stehhöhe zum Tragen.

 

Deshalb ist es wichtig, dass du das dünne Armaflex für die Holme benutzt. So sparst du wertvollen Platz, damit du später aufrecht im Camper stehen kannst. Vergiss nicht, dass du ja auch noch eine Deckenverkleidung über der Wohnmobil Isolierung befestigst. Rund um die Rahmen deiner Dachfenster solltest du dann unbedingt das 3 mm Armaflexband benutzten, um auch hier alles sorgfältig zu dämmen.

Camper Isolierung

Camper isolieren mit Armaflex: Türen dämmen

Camper Türen isolieren

Nachdem du beim Camper isolieren bereits den Boden, die Wände und die Decke gedämmt hast, wirst du feststellen, dass es die Kälte und Wärme von draußen schon gar nicht mehr so leicht haben. Noch gibt es aber ein wenig Arbeit, um Kältebrücken zu vermeiden. Im nächsten Schritt musst du also noch die Türen dämmen.

 

Hierbei wirst du feststellen, dass es etwas komplizierter wird. Denn in den Türen verlaufen häufig Kabel oder die gesamte Mechanik des Schließmechanismus. Unserer Meinung nach reicht es hier vollkommen aus, wenn du alle Stücke grob zurechtschneidest und so ranklebst, dass die meisten Stellen abgeklebt sind.

 

Die Idee dahinter ist letztlich nur, dass die Türen nicht zu einer Kältebrücke werden und sich dort Kondenswasser sammelt. Hiermit leistest du einen wichtigen Beitrag beim Dämmen in deinem Camper.

 

Camper isolieren mit Armaflex: Fahrerhaus dämmen

Einer der letzten Schritte beim Camper isolieren ist das Fahrerhaus. dämmen Der gesamte Wohnraum, vom Boden bis zu den Türen hast du nun bereits bearbeitet. Beim Fahrerhaus gibt es geteilte Meinungen.

 

Wenn du den Wohnraum vom Fahrerhaus abgrenzt, dann ist es unserer Meinung nicht ganz so wichtig die Fahrerkabine zu dämmen. Wir haben eine klare Abgrenzung und daher auf diesen Schritt verzichtet. Wenn du aber Abtrennung hast, dann solltest du das Fahrerhaus zumindest grob dämmen.

 

Vor allem Dach der Fahrerkabine solltest du hierbei nicht vergessen. Und wenn es nicht zu aufwendig ist, dann kannst du natürlich auch hier die Türverkleidung abnehmen und die Türen dämmen. Zwingend notwendig ist dieser Schritt unserer Meinung nach aber nicht.

Fazit zum Camper Isolieren mit Armaflex

Campervan Isolieren

Nun, nachdem du mit dem Dämmen deines Campers komplett fertig bist, wirst du beim Klopftest von außen zudem noch einmal feststellen, dass das Geräusch nochmal leiser ist als zuvor.

 

Alubutyl und Armaflex sorgen beim Dämmen also nicht nur dafür, dass Wärme und Kälte nicht zu extrem werden, sondern sorgen auch für ein schönes Wohngefühl im Camper.


Bücher für den Camperausbau

Wenn du noch mehr Inspirationen für deinen Ausbau zum Campervan benötigst, dann empfehlen wir dir eines dieser Bücher, in denen du viele weitere Informationen für den Ausbau deines Campervans findest. Von Ideen im Innenraum bis hin zum richtigen Boden oder unterschiedlichen Arbeiten an der Karosserie. Hier bekommst du zu jedem Thema wertvolle Tipps.

Camper isolieren: Vom Transporter zum Camper

Wenn du den perfekten Transporter für deinen Camper Ausbau gefunden hast, dann wirf einen Blick in dieses Buch. Hier bekommst du wichtige Tipps, wie du Fehler beim Ausbau vermeidest und den Innenraum deines Campers zu einer gemütlichen kleinen Wohnung ausbaust. Die Lesezeit für das Buch ist zwar relativ hoch, dafür erhältst du viele Informationen und eine gute Anleitung , um jedes Thema im Detail durchzuarbeiten.


Camper Ausbau - Handbuch für den Selbstausbau

Vor allem, wenn du dir noch unsicher bist, ob du das Projekt Camper Ausbau wirklich angehen solltest, ist dieses Handbuch für den Selbstausbau die perfekte Wahl. Der Autor erklärt darin, warum du keine handwerkliche Vorkentnisse oder ein großes Budget benötigst, um deinen Traum zu realisieren. Du erfährst, wie du deinen Camper isolieren solltest, warum die Wärmedämmung so wichtig ist und welches Isoliermaterial du hierzu verwenden solltest.


Made to Camp: so gelingt der Camperausbau

Made to Camp ist ein weiteres Buch, in dem du viele wertvolle Infos rund um jedes Thema zum Ausbau deines Campervans an die Hand bekommst. Je nach Fahrzeug erfährst du, welche Umbauarten es gibt, wieso die richtige Bodenplatte und die Dämmung darunter so wichtig sind und welche Teile hierzu auf deine Einkaufsliste gehören. Vor allem aber bekommst du auf den Seiten des Buches einen Einblick, was beim Camper Ausbau auf dich zu kommt.



Top-Fragen zur Wohmobil Dämmung

Welche Dämmung für Camper?
Welche Dämmung du für deinen Camper benutzen möchtest, bleibt am Ende dir überlassen. Wir empfehlen dir jedoch Armaflex, das sich dieses Material bei vielen Campern bereits bewährt hat.
Warum kein Armaflex?
Für uns gibt es keinen Grund, warum du kein Armaflex beim Camper benutzen solltest. Armaflex dient als Dampfsperre und ist daher perfekt für den Camperausbau geeignet.
Wie dämme ich meinen Camper?
Wenn du dich fragst, wie dämme ich meinen Camper, dann solltest du vorab den gesamten Camper entkernen, reinigen und alle Stellen mit Rost behandeln. Erst danach beginnt die Isolation.
Wie gut sind Camper isoliert?
Wie gut Camper isoliert sind, hängt davon ab, wie gründlich du bei der Isolation arbeitest. Am besten ist es, wenn am Ende keine offenen Metallstellen mehr zu sehen sind.

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