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#6 Interview mit Erik von Weltwach

Travel around the clock Interview mit Erik Lorenz

Interview mit Erik Lorenz von Weltwach


Im sechsten Gespräch unserer Interviewserie hatten wir Erik Lorenz von Weltwach zu Gast. Erik führt mit "Weltwach" nicht nur einen Reisepodcast, sondern hat sich mittlerweile auch mit mehreren Büchern als Autor in der Reisebranche einen Namen gemacht.

 

Im Interview erzält uns Erik, welche Erfahrungen er auf seinen einzigartigen Reisen gemacht hat. Mit dem Motorrad ist er über den Himalaja gefahren, durchlitt beim Aufstieg zum Vulkan Mayon auf den Philippinen Todesängste und sammelte bei einem Farmer im australischen Outback wertvolle Lebenserfahrung.

 

Außerdem gehen wir im Interview mit Erik Lorenz etwas genauer darauf ein, welche Intention hinter dem Podcast und seinen Büchern steckt. Hierbei geht es selten um eigene Reiseerfahrungen, sondern vielmehr um das "Verstehen" anderer Weltenbummler.

 

Und jetzt: Viel Spaß beim Lesen!


Podcaster, Buchautor, Reisejunkie - das ist Erik Lorenz

Travel around the clock:

Hallo Erik, erst einmal möchten wir uns ganz herzlich bei dir bedanken, dass du dir die Zeit für ein Interview mit uns genommen hast. Als Weltwach-Hörer und Fan deines Podcasts und deiner Bücher ist es uns eine ganz besondere Ehre, dieses Interview mit dir zu führen.

 

Erik von Weltwach:

Vielen Dank für die netten Worte und euer Interesse!

 

Travel around the clock:

Bevor wir richtig in unser Interview einsteigen, wäre es schön, wenn du dich unseren Lesern kurz vorstellen könntest. Oder kurz gefragt: Wer ist Erik Lorenz?

 

Erik von Weltwach:

Ich bin Podcaster und Buchautor und fokussiere mich dabei nicht nur, aber vor allem auf das Reise-Genre. Ich habe den Eindruck durch das Reisen viel von dem, was ich heute weiß oder zu wissen glaube, gelernt zu haben. Deshalb fasziniert es mich über Fragen nachzudenken, wie: Warum zieht es einige von uns in die Welt hinaus und andere nicht? Wie können wir ein Leben lang unseren kindlichen Entdeckergeist lebendig halten? Wie kann uns das Überwinden unserer Ängste helfen? Wie viel Vorbereitung tut einer Reise gut? Was lehrt uns das Scheitern unterwegs? Was können und wollen wir auf unseren Reisen insgesamt lernen über uns, die Welt und ihre Menschen? Und wie stellen wir uns als Reisende unserer Verantwortung gegenüber dem Planeten und seinen Menschen, die wir aus unserer privilegierten Situation heraus besuchen?

 

Diesen und anderen Fragen gehe ich bei meiner Arbeit nach: bei meinen eigenen Reisen und Buchrecherchen, aber auch in meinem Podcast in Gesprächen mit mittlerweile hunderten Grenzgängern und Weltenbummlern.

Erik Lorenz von Weltwach

Besondere Gäste berichten im Weltwach-Podcast von einzigartigen Erfahrungen

Travel around the clock:
In deinem Podcast Weltwach hast du ganz unterschiedliche Menschen zu Gast, die über ihre Erlebnisse und Erfahrungen auf Reisen berichten. Gibt es eine besondere Weltwach-Episode, die für dich einen ganz besonderen Stellenwert hat? Wenn ja, welche ist das und wieso genau diese Folge?

 

Erik von Weltwach:

Was mir immer wieder besondere Freude macht, ist meine Hörerinnen und Hörer zu überraschen – durch die Auswahl von Gästen und Themen. Ich denke da an Tropenökologin Lydia Möcklinghoff, mit der ich mich in mehreren Folgen stundenlang über ihre Ameisenbärenforschung im brasilianischen Pantanal unterhalten habe, oder an Eric Adams, den Sänger der Heavy-Metal-Band Manowar, der von seiner Liebe für die Wildnis erzählt hat.

 

Aber tatsächlich ist die Folge, die bei mir einen ganz hohen Stellenwert einnimmt, auch die Folge, die bei den Hörern und Hörerinnen am beliebtesten ist. Es ist mein Gespräch mit dem leider verstorbenen „Sir Vival“ Rüdiger Nehberg. Es war die 19. Folge, also eine ziemlich frühe Episode in der Weltwach-Historie, und mittlerweile würde ich in Sachen Moderation und Produktion ehrlich gesagt einiges anders machen. Aber Rüdiger ist großartig und bietet zweieinhalb Stunden voller aufregender Abenteuer, aber auch berührende Emotionen, die zeigen, dass er nicht nur ein fantastischer Geschichtenerzähler, sondern vor allem auch ein großartiger Mensch war.

 

Travel around the clock:
Wie ist denn die Idee zur Weltwach-Show damals entstanden?

 

Erik von Weltwach:

Den Weltwach Podcast gibt es seit 2017. Die ursprüngliche Idee dafür hatte ich unterwegs. In meiner Tätigkeit als Buchautor für Länder- und Reisereportagen war ich viel auf Recherche, zum Beispiel in Südostasien. Dabei haben mir neben dem Reisen als solches besonders zwei Dinge Spaß gemacht – die intensive Vorbereitung auf die einzelnen Trips und die Gespräche vor Ort. Bei den Interviews bedauerte ich am Ende oftmals, wie wenig davon in den Büchern landete. Ein prägnantes Beispiel dafür war meine Begegnung mit einem ehemaligen deutschen Oberstleutnant, der in Kambodscha seit Jahren als Minenräumer unterwegs war und ein 300 Mann starkes Kommando leitete. Ich habe ihn einige Tage durch den Dschungel begleitet. Er hat mir nicht nur gezeigt, wie sie dort unter anspruchsvollsten Bedingungen Minen aus drei Jahrzehnten Bürgerkrieg entschärfen, sondern auch aus seinem knapp 80 Jahre umfassenden Leben erzählt.

 

Allein darüber könnte man glatt drei eigene Bücher schreiben! In meinem resultierenden Buch über Kambodscha hat diese Begegnung aber nur ein Kapitel bekommen. Ich fand es dann einen schönen Gedanken, solchen Geschichten eine Plattform zu geben, wo sie viel unmittelbarer mit der eigenen Stimme, Schwerpunktsetzung und Emotionalität erzählt werden und nicht über mich als Autor. So sind weltwach.de und der Weltwach Podcast entstanden. Hinzu kam, dass ich persönlich großer Podcast-Fan bin und es damals in dem Segment Reisen noch nicht viele deutschsprachige Formate gab. Aber ich hätte nie gedacht, dass die Show so schnell so erfolgreich wird. Am Anfang war der Plan mal ab und zu, wenn es die Zeit zulässt, eine Folge zu machen. Inzwischen sind es über 230 Episoden, und jede Woche erscheint eine neue.

"versuche zu erfahren, wie Menschen das Reisen erleben"

Travel around the clock:
Auf deiner Homepage kann man nachlesen, dass das Ziel deines Podcasts darin liegt, dass du die Welt in ihrer Vielfältigkeit besser verstehst. Könntest du konkretisieren, was genau du damit meinst? Uns ist besonders die relativ neue Episode mit Samuel Häde (WW226: Perspektiven auf Afghanistan) in Erinnerung geblieben.

 

Erik von Weltwach:

Mein Ziel in meiner Show ist es, nicht nur über die Reisen meiner Gäste zu sprechen, sondern darüber, was diese Reisen mit ihnen gemacht haben – welche Erfahrungen und Einsichten sie ihnen ermöglicht haben. Denn zunächst einmal bedeutet zu reisen ja nur, sich von einem Ort zu einem anderen zu begeben – das ist nicht zwangsläufig mit einem Wert verbunden.

 

Bedeutungsvoll wird eine Reise für mich persönlich dann, wenn sie mich fordert, ob körperlich oder mental. Wenn es mir gelingt der Versuchung zu widerstehen, zu rigoros zu planen, sondern Raum zu lassen für Überraschungen und kleinere Zumutungen. Eine solche Reise gibt mir viel eher die Gelegenheit, meine Willenskraft zu erproben, zum Beispiel, wenn mir bei einer Trekkingtour tagelang Wind und Regen entgegenpeitschen, oder mich auch mit meinen eigenen kulturellen blinden Flecken zu konfrontieren. Auf solche Reisen blicke ich tendenziell mit einem viel zufriedeneren Gefühl zurück als auf jene, bei denen alles glatt lief. Weil ich – hoffentlich – etwas gelernt habe – über die Welt, ihre Menschen und über mich.

 

Eine ähnliche Intention habe ich auch beim Weltwach Podcast. Deshalb stelle ich dort keine Tipps und Tricks oder Packlisten vor, sondern versuche zu erfahren, wie andere Menschen das Reisen erleben oder warum sie bestimmte Orte geprägt haben. Ich möchte die von ihnen bereisten Orte in ihrer Essenz kennenlernen und ein Stück weit verstehen. Dazu bespreche ich mit meinen Gästen zum Beispiel häufig auch soziale, ökonomische und politische Komponenten. Klar, manchmal steht auch einfach das Erlebnis im Vordergrund: eine abenteuerliche Expedition oder eine außergewöhnliche Weltreise. Aber am zufriedensten bin ich mit einer Episode, wenn ich das Gefühl habe, dass sie mich – und hoffentlich auch meine Zuhörer – etwas offener, empathischer, bescheidener, wissender und zugleich neugieriger zurücklässt.

 

Travel around the clock:
Gab es schon Reiseziele, die du nur durch die Inspiration einer deiner Podcast-Gäste bereist hast?

 

Erik von Weltwach:

In einigen Fällen schon, aber noch spannender ist für mich, dass einige meiner Gäste mein Bewusstsein dafür geschärft haben, dass es für eine aufregende Reise nicht immer in die Ferne gehen muss und unter ökologischen Gesichtspunkten auch nicht gehen sollte, sondern dass sich das sprichwörtliche Abenteuer auch vor der Haustür finden lässt. So habe ich mich in einigen Episoden mit Christo Foerster über das Konzept der Mikroabenteuer unterhalten – und habe anschließend mit der Hängematte einige Nächte im heimischen Wald verbracht. Gerade, weil ich diese Aktionen in meinen Alltag integrieren kann und nicht auf einen großen Urlaub warten muss, sind sie für mich mindestens genauso gewinnbringend wie eine Übernachtung im Zelt irgendwo in Patagonien.

Erik Lorenz

Buchempfehlung: Weltwach - "mit offenen augen ins Abenteuer

Auf unserer eigenen Weltreise hat Alex das Buch "Weltwach - mit offenen Augen ins Abenteuer" regelrecht verschlungen. Wenn du reisebegeistert bist, dann gehört dieses Buch zur absoluten Grundaustattung für deinen nächsten Trip durch die Welt. Im Buch von Erik Lorenz erfährst du nicht nur, was der Autor auf seinen bisherigen Reisen erlebt hat, sondern auch, welche Lehren und Erfahrungen du daraus ziehen kannst.


"Ein Abenteuer ist so unterschiedlich, wie die Menschen die sie erleben auch"

Travel around the clock:
Auch als erfolgreicher Autor hast du dir ja längst einen Namen gemacht. Wir selbst haben deinen Klassiker „Weltwach – mit offenen Augen ins Abenteuer“ während unserer eigenen Weltreise regelrecht verschlungen. Um unseren Lesern einen Einblick zu gewähren: worum genau geht es in diesem Buch?

 

Erik von Weltwach:

Ich teile darin meine ganz persönliche „Essenz“ des Reisens. Erzähle von meinen Erfahrungen im Iran, im Himalaja, in Australien und anderen Ländern. Und denke an viele Gespräche zurück, die ich mit außergewöhnlichen Reisenden für den Weltwach-Podcast geführt habe. Daraus habe ich für mich Lebenslektionen abgeleitet, von denen ich hoffe, dass sie auch für meine LeserInnen interessant sein können.

 

Travel around the clock:

„Mit offenen Augen ins Abenteuer“, so der Untertitel. Was unterscheidet Abenteurer von Alltagsmenschen? Und wieviel Abenteurer steckt in jedem von uns?

 

Erik von Weltwach:

Das lässt sich schwer verallgemeinern, denn die Abenteurer, mit denen ich im Weltwach Podcast spreche, sind so unterschiedlich wie andere Menschen auch: Reinhold Messner nannte mir beispielsweise drei Zutaten, die nach seinem Dafürhalten aus einem Tun ein Abenteuer machen: Schwierigkeiten, Gefahr und Exposition. Genau danach suchte er ein Leben lang, auch wenn er sich stets bemühte, das Risiko durch Training und Planung zu minimieren. Bestseller-Autorin und meistgewanderte Frau der Welt, Christine Thürmer, geht es um etwas ganz anderes. Sie erzählte, sie wolle einfach draußen ein schönes Leben haben – sie suche nach dem Spaß am Unterwegssein. Das beinhalte auch Abenteuer: Sie kämen zwangsweise dazu, seien aber nicht das, was sie anstrebe.

 

Ich schätze, etwas, das jene Menschen, die wir gemeinhin als Abenteurer bezeichnen, verbindet, ist eine grundlegende Offenheit für und die Freude am Unbekannten, Unabwägbaren, an ständiger Veränderung und körperlicher und mentaler Herausforderung. Auf einer abenteuerlichen Reise oder Expedition gleicht kaum ein Tag dem anderen, oft setzen einem die Witterung oder andere äußere Umstände zu.

 

Ich bin überzeugt: Ein wenig von diesem Mut und dieser Resilienz in uns zu finden und in unseren Alltag einzubauen, hilft uns allen, wach zu bleiben und das Leben intensiver zu spüren. Das bedeutet nicht, gleich einen Berg zu besteigen, eine Wüste zu durchschreiten oder sich durch einen Dschungel zu schlagen. Sondern auf unsere eigene Weise zumindest gelegentlich den Weg des geringsten Widerstands und unsere Komfortzone zu verlassen – ob auf einer Reise, in unserem Job oder in anderem Zusammenhang.

 

Genau aus diesem Grund zieht es mich auch immer wieder in Länder, über die ich vor meiner Reise vergleichsweise wenig weiß, etwa in den Iran, Jordanien oder das Himalaya-Gebirge.

Eine unvergessliche Begegnung mit einem Farmer

Farmer Australien Erik Lorenz

Travel around the clock:
Nachdem wir nun ausführlich über deinen Podcast und deine Bücher gesprochen haben, hätten wir natürlich auch noch ein paar Fragen zu deinen eigenen Reisen. Zunächst stellen wir dir eine Frage, die du selbst gerne den Menschen stellst, denen du auf Reisen begegnest: Was war deine außergewöhnlichste oder auch überraschendste Begegnung auf Reisen?

 

Erik von Weltwach:

Ich habe auf mehreren Reisen insgesamt anderthalb Jahre in Australien verbracht und dort lange auf einer Farm gelebt. Ich erinnere mich noch gut an meine Ankunft. Ich war geschockt, wie einfach und – in meinen Augen – heruntergekommen alles aussah. Dann meine erste Begegnung mit Farmer Mike, einem Mann in seinen Siebzigern mit zerschlissener Kleidung und einem blinden Auge, voller Energie und Ideenreichtum. Ich stempelte ihn voreilig als etwas wunderlichen Einfaltspinsel ab und plante nach wenigen Minuten schon wieder meine Abreise. Stattdessen blieb ich für Monate. Mike wurde einer meiner engsten Freunde und zeigte mir völlig neue Lebensentwürfe und -philosophien. Ihm habe ich im „Weltwach“-Buch ein ganzes Kapitel gewidmet.

Ein gefährlicher Aufstieg zu einem Vulkan auf den Philippinen

Travel around the clock:
Auf deinen Reisen bist du schon einige Male in brenzlige Situationen geraten. Wir erinnern uns hier vor allem an den Aufstieg zum Mount Mayon. Sind es im Nachgang genau diese Erfahrungen, die eine Reise trotz ihrer Hindernisse so wertvoll machen?

 

Erik von Weltwach:

Haha, wie vorhin schon gesagt, die eine oder andere Herausforderung und Zumutung macht zumindest meine Reisen, für mich, definitiv wertvoller. Dass wir auf den Philippinen durch eine plötzliche Sturzflut fast von der Flanke dieses aktiven Vulkans gespült worden sind, war mir dann doch etwas zu haarig, als dass ich nach einer ähnlichen Erfahrung erneut streben würde.

Mount Mayon Erik Lorenz

Wunschgäste Podcast: David Attenborough oder Bear Grylls

Travel around the clock:

Zum Ende unseres Interviews stellen wir unseren Gästen drei schnelle Fragen. Legen wir direkt los: Wie steht Erik Lorenz zu dem Zitat von Torsten Kirstges „Der Tourist zerstört, was er sucht, in dem er es findet“?

 

Erik von Weltwach:

Haha, das soll eine schnelle Frage sein?! Um ihr gerecht zu werden, müsste ich weit ausholen und habe dem Thema deshalb im aktuellen Buch auch ein ganzes Kapitel gewidmet. Aber um mich kurz zu fassen: Der Satz stimmt leider in vielen Fällen. Umso wichtiger, uns bewusst zu machen, dass das Reisen nicht etwas ist, auf das wir, die wir das Glück haben es uns leisten zu können und mit dem richtigen Pass ausgestattet zu sein, ein Anrecht hätten, sondern ein absolutes Privileg. Mit diesem Privileg geht eine große Verantwortung einher für die ökologischen, sozialen, politischen und kulturellen Auswirkungen unseres Unterwegsseins.

 

Travel around the clock:
Welchen Menschen würdest du in deinem Podcast gerne mal begrüßen, den du bislang noch nicht zu Gast hattest?

 

Erik von Weltwach:

Ich hatte das Glück viele meiner absoluten Wunschgäste bereits in der Show begrüßen zu dürfen. Die Schimpansenforscherin und Aktivistin Jane Goodall, Astronaut Thomas Reiter, Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, Bergsteiger Reinhold Messner und viele andere. Trotzdem sind natürlich noch viele Wünsche offen, z.B. David Attenborough oder Bear Grylls. An etlichen Wunschgästen bin ich aktiv dran – manchmal erstreckt sich das über Monate und Jahre – und möchte sie deshalb noch nicht nennen.

 

Travel around the clock:
Wie wichtig ist es aus deiner Sicht sich den gesellschaftlichen Erwartungen an einen Lebenslauf zu widersetzen?

 

Erik von Weltwach:

Es geht mir nicht darum, mich irgendwelchen Erwartungen zu widersetzen, denn das wäre eine Reaktion gegen etwas und könnte im Extremfall dazu führen, irgendetwas zu tun, nur um diesen Erwartungen nicht zu entsprechen.

 

Mein Ziel ist es, mich so weit wie möglich von diesen Erwartungen zu lösen, sie irrelevant werden zu lassen. Das ist nicht immer leicht, denn ich bin in meiner Grundveranlagung eher ein sicherheitsorientierter Mensch, der Planbarkeit zu schätzen weiß. Aber meine eigenen Reisen und die Gespräche mit meinen vielen Gästen haben mir ein ums andere Mal gezeigt, dass das Leben dann besonders intensiv und reichhaltig wird, wenn wir uns die eine oder andere Unwägbarkeit zumuten. Diese Erkenntnis – dass ein gewisses Maß an Unsicherheit, das zwangsläufig hier und da auch mal zu Herausforderungen führt – sozusagen eine Grundvoraussetzung für aufregende Reisen, aber auch ein – für mich! – aufregendes Leben ist, hat mir den Mut verschafft, meinem eigenen Weg zu folgen.

 

In meinem Fall hieß das, vor einigen Jahren meinen komfortablen Job zu kündigen, mich gänzlich auf meine eigenen Projekte zu konzentrieren und Deutschland zumindest vorübergehend zu verlassen. Für Andere mag dieser Weg selbstverständlich ganz anders aussehen. Die entscheidende – lohnenswerte – Herausforderung ist es, sich ernsthaft auf die Suche nach diesem Weg zu begeben. Und dafür ist die Voraussetzung wiederum, sich aufrichtig damit auseinanderzusetzen, welche Ziele und Werte für unsere eigene Zufriedenheit ausschlaggebend sind.

 

Travel around the clock:
Vielen Dank für das tolle und aufschlussreiche Interview, Erik! Viel Erfolg für deine weiteren Projekte und alles Gute für die Zukunft von Weltwach!

 

Erik von Weltwach:

Herzlichen Dank!

Interview mit Podcaster Erik Lorenz

Wenn du selbst einmal bei Travel around the clock von deinen Erlebnissen auf Reisen erzählen möchtest, dann schreibe uns einfach eine kurze Mail und wir setzen uns mit dir in Verbindung!

 

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Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Interview auf Travel around the clock!

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