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#1 Interview mit Off The Path


Interview mit Off The Path


Da ist es endlich: unser erstes Interview auf Travel around the clock!

 

Und wir können jetzt schon mal verraten: Es ist nicht irgendein Interview!

 

Ich selbst (Alex) bin nun seit mehr als 10 Jahren nebenberuflich als Texter tätig. Seit Ende 2020 schreibe ich auch für den größten Abenteuer-Reiseblog in ganz Deutschland: für Off The Path!

 

Wir selbst wären ohne Off The Path vermutlich niemals auf die Idee gekommen einen eigenen Reiseblog zu gründen. Denn auch vor meiner Zeit als Texter für Off The Path haben Alina und ich den Blog intensiv verfolgt. Viele Tipps von Off The Path konnten wir auch für unsere eigene Weltreiseplanung nutzen. Einer der besten Tipps war beispielsweise, dass du mit der Kreditkarte der DKB* nicht nur eine Kreditkarte bekommst mit der du weltweit kostenlos Geld abhebst und bezahlst, sondern auch noch ein kostenloses Girokonto eröffnest, welches du als Reisekonto nutzen kannst.

 

Bevor du das Interview liest, möchten wir aber gleich zu Beginn die Gelegenheit nutzen, um uns bei Sebastian & Line von Off The Path zu bedanken! Es ist nicht selbstverständlich einem komplett neuen Reiseblog ein Interview zu geben, der bislang nur eine geringe Anzahl an Followern hat. Danke, ihr beiden!

 

Rausgekommen ist ein wirklich lesenswertes Interview, in dem Sebastian & Line dir Einblicke in ihre Arbeit als Reiseblogger während der Corona-Pandemie geben, aber auch erzählen, wie weit der Weg von Off The Path zum größten Reiseblog in Deutschland war.

 

Und jetzt: viel Spaß beim Lesen!


Der größte Abenteuer-Reiseblog in Deutschland

Travel around the clock:

Hallo Line, hallo Sebastian,

wir freuen uns, dass ihr euch für ein Interview mit Travel around the clock bereit erklärt habt. Damit unsere Leser wissen mit wem sie es zu tun haben, wäre es schön, wenn ihr euch kurz vorstellen könntet. Wie seid ihr zum Reisen gekommen und wann habt ihr euch kennengelernt?

 

Off The Path:

Wir sind beide als Kinder schon viel gereist. Line größtenteils im Wohnmobil durch Europa und ich tatsächlich mit dem Schiff um die ganze Welt. Nach dem Abi sind wir dann beide fürs Studium ins Ausland gezogen und haben währenddessen jeweils in unterschiedlichen Ländern gelebt - spätestens dann waren wir beide reisesüchtig. Kennengelernt haben wir uns mit Anfang 20 auf der ITB: Während ich als Reiseblogger vor Ort war, hat Line ihre Kunden als PR Managerin auf der Messe vertreten - unsere Leidenschaft und unser Beruf haben uns quasi zusammengeführt.

 

Travel around the clock:

Sebastian hat den Reiseblog zunächst alleine gegründet und Line kam später hinzu. Wie kam es dazu, dass ihr mittlerweile nicht nur ein Paar seid, sondern auch beruflich zusammenarbeitet? Und was habt ihr eigentlich vor Off The Path gemacht?

 

Off The Path:

Tatsächlich hatten wir das nie geplant und haben auch nie wirklich darüber gesprochen - es ist einfach passiert. Wir waren gemeinsam auf Bali und bei mir war irgendwie die Luft raus. Also übernahm Line immer mehr meiner To-Dos und das klappte super. Blöderweise kam sie nie dazu ihre Masterarbeit fertigzuschreiben, denn das "bisschen" aushelfen wurde schnell zum Vollzeitjob. Dafür aber gleichzeitig auch zum Traumjob und irgendwie passte es einfach mit uns. Bis heute ergänzen wir uns perfekt und jeder hat seine Aufgaben. Line hat vorher für eine PR-Agentur im Tourismus gearbeitet und war neben der klassischen Pressearbeit auch für Social Media und Blogger Relations zuständig. Und auch ich habe eine Zeit lang im Marketing gearbeitet, bevor ich mich mit Off The Path selbstständig gemacht habe.

 

Travel around the clock:

Wieso lautet der Name des Reiseblogs “Off The Path”?

 

Off The Path:

Ich hab damals tatsächlich meine Freunde abstimmen lassen und dieser Name kam gut an. Ich bin eben schon immer individuell gereist und stehe nicht so auf das klassische Touri-Sightseeing, da passte Off The Path super.

 

Travel around the clock:

Könnt ihr uns ein paar Eckdaten zu Off The Path nennen? Auf der Webseite steht, dass ihr der größte Abenteuer-Reiseblog in ganz Deutschland seid. Was bedeutet das in Zahlen?

 

Off The Path:

Heute gibt es einige große und tolle Reiseblogs in Deutschland, und im Bereich Abenteuerreisen sind wir mit über einer halben Millionen Lesern und Followern die größten. Bis zu 400.000 Besucher landen im Monat auf unserem Blog – damit hätte ich niemals gerechnet, als ich im Juni 2011 die Domain registriert habe!

 

Travel around the clock:

Bei Travel around the clock beschäftigen wir uns hauptsächlich mit dem Thema Weltreiseplanung. Worauf liegt der Fokus bei Off The Path? Uns ist aufgefallen, dass ihr immer wieder von “einzigartigen Abenteuern” schreibt.

 

Off The Path:

Wir begeben uns bei unseren Reisen auf die Suche nach einzigartigen Erlebnissen. Erlebnisse, die einem für immer in Erinnerung bleiben. Das kann die Besteigung eines Gipfels bei Eis und Schnee sein, die Übernachtung unter dem Sternenhimmel mitten in der Wüste, ein Roadtrip über alte Militärstraßen in den Alpen oder eine Reitsafari im südlichen Afrika – hauptsache abenteuerlich und einzigartig! Dabei kann es auch durchaus mal herausfordernd werden, wie zum Beispiel beim Canyoning oder bei einer mehrtägigen Wanderung. Am Ende haben aber alle Abenteuer eines gemeinsam, egal wie anstrengend oder adrenalingeladen sie sind: Sie sorgen für ein unendliches Glücksgefühl, das noch lange anhält.

Travel around the clock:

Mittlerweile ist Off The Path viel mehr als nur ein Reiseblog. Ihr bietet Blogger-Workshops an, habt einen eigenen Onlineshop und bereits mehrere Bücher zum Thema Reisen veröffentlicht. Darüber hinaus kommen große Unternehmen auf euch zu und bieten Kooperationen an. Wie kam es dazu?

 

Off The Path:

Auch das haben wir nicht wirklich geplant, wir sind in den letzten Jahren mehr und mehr gewachsen und haben “einfach mal gemacht”. Heute arbeiten wir wesentlich strategischer und überlegen uns genau, welche nächsten Schritte wir gehen und welche unserer gefühlt tausend Ideen wir tatsächlich umsetzen. Natürlich haben wir trotzdem zig Domains registriert, auch wenn wir wissen, dass uns die Zeit für weitere größere Projekte fehlt – insgeheim hoffen wir wohl, dass es doch irgendwie klappt. Mit unserem Wachstum wuchs automatisch die Anzahl der Anfragen seitens Unternehmen und wir können auf zahlreiche wunderbare Projekte zurückblicken. Mittlerweile veröffentlichen wir nicht nur regelmäßig Bücher mit renommierten Verlagen, sondern bringen auch erfolgreich Bücher im Eigenverlag raus. Außerdem sind wir nun selbst zum Reiseveranstalter geworden und bieten mehrmals im Jahr exklusive Reisen an. Unser Blog ist zu einem richtigen Unternehmen gewachsen und wir haben unheimlich viel Spaß an der Arbeit. Dennoch darf man nicht vergessen, dass wir in den letzten Jahren kaum Urlaub gemacht oder mal ein Wochenende gefaulenzt haben. Im Schnitt arbeiten wir auch heute noch 10 Stunden täglich und das mehr oder weniger 7 Tage die Woche.

die coolsten mikroabenteuer deutschlands von off the path

Travel around the clock:

Ihr finanziert das Reisen und euer komplettes Leben also durch Off The Path, richtig? Könnte man sagen, ihr habt eure Leidenschaft zum Beruf gemacht?

 

Off The Path:

Genauso kann man es sagen – und wir lieben es! Es ist aber nicht nur das Reisen selbst, das uns fasziniert, sondern insbesondere die Reaktion unserer Leser und Follower. Mitzubekommen, dass sich andere aufgrund unserer Berichte und Bilder ins Abenteuer stürzen, etwas völlig Neues erleben und so ein wahnsinniges Glück erfahren, macht auch uns unheimlich glücklich. Vor allem auf unseren Leserreisen können wir diese Reaktion hautnah miterleben und genau aus diesem Grund organisieren wir diese Reisen auch – ich bekomme heute noch feuchte Augen, wenn ich an unsere allererste Leserreise in Südafrika denke!

Travel around the clock:

Klingt ja fast schon zu perfekt: reisen und währenddessen auch noch Geld verdienen. Aber wie viel Arbeit steckt wirklich dahinter. Wie müssen wir uns euren Alltag vorstellen?

 

Off The Path:

Vielen ist es nicht bewusst, wieviel Arbeit ein Blog bedeutet, sofern man ihn professionell betreibt. Das Schreiben der Texte nimmt vielleicht gerade einmal 20% der gesamten Arbeitszeit ein. Auch auf der technischen Seite muss der Blog einwandfrei funktionieren und die Inhalte müssen ständig erneuert werden, und das insbesondere im Reisebereich. Als Blogger muss man auch auf Social Media vertreten sein und seine Kanäle entsprechend bespielen. Dazu kommt noch Newsletter-Marketing und die ständige Optimierung der Webseite auf allen Ebenen – es ist wie eine “never ending story”. Dazu kommen dann noch die vielen E-Mails und umso mehr man wächst, umso mehr werden es. Wenn wir uns also nicht ins Abenteuer stürzen, sitzen wir von morgens bis abends an unseren Computern und hauen in die Tasten. Aber auch auf Reisen arbeiten wir nebenbei, bearbeiten Bilder, schneiden Videos, schreiben Texte und beantworten E-Mails. Und natürlich bleiben wir auch als Blogger nicht von der ganzen Bürokratie verschont.

 

Travel around the clock:

Wie viele Länder habt ihr bereits selbst bereist? Welches Land hat euch am meisten beeindruckt und warum genau dieses?

 

Off The Path:

Wir haben irgendwann aufgehört zu zählen, denn eine Nummer macht die Erfahrungen nicht besser. Genauso vergleichen wir ungern Länder miteinander, sind doch alle für sich besonders und einzigartig. Es gibt viele Orte, die uns die Sprache verschlagen haben und das insbesondere wegen ihrer wilden Natur und atemberaubenden Tierwelt. Dazu zählen Chile, Costa Rica, Kanada, Namibia, Australien, Neuseeland und Japan. Ein Land, das jedoch einen ganz besonderen Platz in unserem Herzen eingenommen hat, ist Südafrika: Hier haben wir schon unzählige Gänsehautmomente erlebt!

 

Travel around the clock:

Gibt es auch ein Land oder eine Destination, die ihr noch nicht gesehen habt, aber wo ihr unbedingt noch hin möchtet?

 

Off The Path:

Ich glaube jeder Reisende kennt das Problem: Sobald man anfängt zu reisen, werden es nicht weniger, sondern mehr Länder auf der Bucket Liste – und so ist es auch bei uns! Wo wir unbedingt noch hinmöchten, ist Argentinien. Einerseits stellen wir uns Buenos Aires unheimlich bunt vor, andererseits würden wir gerne die andere Seite Patagoniens kennenlernen.

 

Travel around the clock:

Wenn man so viel reist wie ihr, dann läuft vermutlich nicht immer alles nach Plan. Welche schlechten Erfahrungen habt ihr bislang gemacht? Oder ist euch vielleicht sogar schon mal etwas Ärgerliches passiert?

 

Off The Path:

Uns ist mal jemand ins Auto in Spanien eingebrochen, was zwar ärgerlich war, uns aber vor allem sehr traurig gemacht und uns so ein ganz unschönes Gefühl der Unsicherheit gegeben hat – wir hätten unsere Reise sogar beinahe abgebrochen. Zudem saßen wir einmal mehrere Stunden an der Grenze zwischen Botswana und Südafrika fest, weil die einzige Gondel, die über den Grenzfluss führte, am Tag zuvor riss. Keine der Behörden fühlte sich zuständig und die nächste Brücke war weit entfernt, während der Fluss nur so von Krokodilen und Nilpferden wimmelte. Heute können wir darüber nur lachen und auch wenn wir an unseren Roadtrip durch Spanien denken, kommen uns zuallererst die schönen Erinnerungen in den Kopf.

 

Travel around the clock:

Jeder hat ein paar “Must-Have´s”, die er auf Reisen immer dabei hat. Welche drei Gegenstände gehören für euch unbedingt auf jede Packliste?

 

Off The Path:

Neben unserer Kamera ist das vor allem unsere Trinkflasche sowie eine leichte Daunenjacke: So können wir unsere Abenteuer auf Bildern festhalten, haben immer etwas zu trinken dabei ohne unnötig Plastikflaschen kaufen zu müssen und können uns jederzeit warm anziehen!

 

Travel around the clock:

Viele Erlebnisse, die ihr auf eurem Blog vorstellt und auch selbst erlebt, sind relativ teuer. Ihr reist also nicht gerade “Low Budget”, liegen wir da richtig?

Off The Path:

Auch wenn einige Erlebnisse, wie beispielsweise unsere Reitsafari im südlichen Afrika oder unsere Übernachtung direkt am Mt. Fuji in Japan, teuer sind, muss man für viele Abenteuer kaum etwas ausgeben: Wanderungen, Fahrrad- oder Paddeltouren kosten kaum etwas, und auch eine Self-Drive-Safari in Namibia ist nicht teuer. Es kommt zudem immer darauf an, in welchem Land man etwas erlebt: Für einen Bungee-Sprung muss man in Neuseeland beispielsweise tiefer in die Tasche greifen als in Südafrika. Ein Abenteuer kann also auch durchaus Low-Budget sein, ohne das es weniger besonders ist. Eines unserer schönsten Erlebnisse ist zum Beispiel unsere Hüttenwanderung durch Südtirol!

 

Travel around the clock:

Beim Thema Nachhaltigkeit und Reisen scheiden sich oft die Geister. Wie denkt ihr darüber? Worauf achtet ihr und welche Tipps könnt ihr geben?

 

Off The Path:

Genauso wie man im Alltag auf Nachhaltigkeit achten kann, kann man das auch auf Reisen. Wir verzichten beispielsweise auf jegliche To-Go-Behälter und Plastikflaschen, und nehmen immer unsere Trinkflaschen, Becher und Brotdosen mit auf Reisen. Zudem sind auch wir in den letzten Jahren immer weniger Flugreisen angetreten und versuchen nicht nur bewusster zu fliegen, sondern die Flüge auch zu kompensieren. Für uns versteht es sich außerdem von selbst, nicht stundenlang unter der Hoteldusche zu stehen oder jeden Tag ein neues Handtuch zu benutzen – das machen wir zuhause doch schließlich auch nicht. Zudem sollte man auf Reisen, wie übrigens zuhause auch, möglichst regional und saisonal essen. Oftmals sind es solche vermeintlichen Kleinigkeiten, die in der Masse aber viel bewirken!

 

Travel around the clock:

Die Reisebranche ist durch die Folgen der Corona-Pandemie extrem stark betroffen. Wie wirkt sich das auf euch als Reiseblogger aus, wenn es quasi unmöglich ist zu verreisen?

 

Off The Path:

Für uns als Reiseblogger hat die Corona-Pandemie einiges durcheinander gebracht. Unsere Reisepläne sind über den Haufen geworfen worden, Aufträge wurden abgesagt, es fehlt an neuen Inhalten und weniger Besucher verirren sich auf unseren Blog. Das ist für uns, wie für so viele, keine leichte Zeit. Dafür nutzen wir diese Reisepause, um Projekte umzusetzen, die uns schon länger im Kopf schwirren, und um unsere unendliche To-Do-Liste vielleicht doch endlich einmal abzuhaken.

 

Travel around the clock:

Wir haben gesehen, dass ihr die Monate genutzt habt, um einen Sprinter zu einem Campervan auszubauen. Wie kam es dazu und dürfen wir davon ausgehen, dass ihr zukünftig weniger mit dem Flugzeug reist?

 

Off The Path:

Der Sprinter ist eines dieser Projekte, die wir nun angegangen sind. Bis Anfang letzten Jahres waren wir noch mit einem Jeep Wrangler unterwegs, den wir ebenfalls in einen Allrad-Camper umgebaut hatten, und wir haben unsere Roadtrips mit und in ihm geliebt! Jedoch zog vor einem Jahr Finley bei uns ein, ein Golden Retriever, der mittlerweile auch ordentlich groß ist. Zu groß für den Jeep. Zudem wollten wir unbedingt einen Wagen haben, in dem wir auch drinnen sitzen und stehen können, und natürlich sollte es wieder ein 4x4 sein – schließlich heißt unser Blog Off The Path. So fiel die Wahl ziemlich schnell auf den Sprinter. Wir waren schon immer Fans von Roadtrips und da uns Finley nun auf unseren Abenteuern begleitet, werden wir in Zukunft noch mehr auf Rädern unterwegs sein.

 

Travel around the clock:

Abschließende Frage: Wohin geht eure erste Reise, wenn die Einschränkungen bezüglich der Corona-Pandemie aufgehoben werden?

 

Off The Path:

Aktuell planen wir mit Finley und unserem Sprinter (für den wir übrigens immer noch einen Namen suchen...) Richtung Südeuropa aufzubrechen, wohin genau, wollen wir noch nicht verraten. Später steht dann Nordeuropa an und wir freuen uns jetzt schon wie Bolle!

 

Travel around the clock:

Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt!

Wenn du selbst einmal bei Travel around the clock von deinen Erlebnissen auf Reisen erzählen möchtest, dann schreibe uns einfach eine kurze Mail und wir setzen uns mit dir in Verbindung!

 

Hat dir das Interview gefallen? Dann teile es gerne mit deinen Freunden und Bekannten auf Social Media oder gib uns Feedback in der Kommentarzeile!

 

Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Interview auf Travel around the clock!

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