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Roadtrip durch Südnorwegen

Trolltunga in Norwegen

3 Wochen Rundreise durch Norwegen


Norwegen - das Land der Fjorde. Drei Wochen lang waren wir mit einem kleinen Mietwagen auf einem Roadtrip durch Südnorwegen unterwegs. Den Norden möchten wir dann erkunden, sobald unser Camper fertig ausgebaut ist.

 

Bevor wir nach Norwegen gereist sind, hatten wir nur dieses eine Bild im Kopf: hohe Berge und malerische Fjorde. Und genau so lässt sich Norwegen auch nach unseren drei Wochen Rundreise am besten beschreiben. Fast hinter jeder Ecke wartet eine wunderschöne Landschaft auf dich, auf jedem Berg eine einzigartige Aussicht und in jedem Fjord kristallklares und zugleich türkises Wasser.

 

Kurz zusammengefasst ist Norwegen für uns: einzigartig!

 

Nie hätten wir gedacht, dass es in Europa ein Land mit solch einer Landschaft gibt. Und nachdem wir uns die ersten Bilder im Internet angesehen haben, mussten wir immer wieder feststellen, dass die besagten Orte, wie der Preikestolen oder die Trolltunga, in der Realität noch viel mehr von ihrem Charme versprühen, als es jedes Bild im Internet vermitteln könnte.

 

Dabei stand Norwegen gar nicht auf der Liste unserer Reiseziele für die Weltreise. Durch die aktuelle Corona-Situation mussten wir nach unserem Roadtrip durch Namibia ein wenig umplanen und sind so schließlich in Norwegen gelandet. Zum Glück!

 

In diesem Blogbeitrag erfährst du alles zu den schönsten Orten des Landes, worauf du bei einem Roadtrip durch Norwegen achten solltest und welche Top-Sehenswürdigkeiten in Norwegen auf deiner Bucket-Liste ganz nach oben gehören. In einem anderen Blogbeitrag stellen wir dir zudem noch einmal alle Unterkünfte in Norwegen vor, in denen wir übernachtet haben.

 

Bei der Anreise hast du Wahl zwischen einem Flug oder einer Fähre, wenn du mit dem Mietwagen, eigenen PKW oder Campervan anreist. Die besten Flugangebote findest du in der Regel bei Momondo, während du die besten Preise für einen Mietwagen bei Check24* findest.

Boot fahren auf der Nordsee bei Bergen

Unsere Route durch Südnorwegen

Norwegen ist ein riesiges Land. Unseren eigentlichen Plan, bis in den Norden zu den Lofoten zu fahren, haben wir daher schnell überworfen. Drei Wochen Zeit reichen bei all den landschaftlichen Sehenswürdigkeiten und Highlights des Landes einfach nicht aus, um ganz Norwegen zu erkunden. Aus diesem Grund haben wir uns auf Südnorwegen und die Mitte des Landes beschränkt.

 

Hier findest du unsere Route. Insgesamt haben wir auf unserer Rundreise in Norwegen 2.400 Kilometer zurückgelegt.

 

Unsere Route im Überblick:

 

Etappe 1: Oslo – Fagerstrand

Etappe 2: Fagerstrand – Arendal

Etappe 3: Arendal – Sandnes

Etappe 4: Sandnes – Odda

Etappe 5: Odda – Bergen

Etappe 6: Bergen – Hafslo

Etappe 7: Hafslo – Nodre Land

Etappe 8: Nodre Land – Oslo

Beste Route durch Südnorwegen

Die schönsten Straßen in Norwegen: Erkunde die 18 Landschaftsrouten

Landschaftsrouten in Norwegen

Wenn du auf deinem Roadtrip durch Norwegen die schönsten Straßen im ganzen Land erkunden möchtest, dann halte Ausschau nach diesem Symbol. Fährst du über eine Straße, die mit solch einem Symbol gekennzeichnet ist, befindest du dich auf einer der 18 Landschaftsrouten in Norwegen.

 

Strand Refsnes

Das Besondere dieser Landschaftsrouten ist, dass du hier durch die schönste Natur von ganz Norwegen fährst. Die Routen vereinen schönste Natur mit modernster Architektur. Auf den Strecken findest du spektakuläre Aussichtspunkte, tosende Wasserfälle, malerische Strände und herrliche Fjorde. Vor allem für Reisende gehören viele der Routen daher zu den Must-Sees. Die meisten Landschaftsrouten findest du in der Mitte und vor allem an der Westküste von Norwegen. Oft gibt es alternative und vor allem schnellere Route, die die Einheimischen in der Regel nutzen. Für dich lohnt es sich aber definitiv ein paar Minuten länger zu fahren, um die einzigartigen Naturwunder an den Landschaftsrouten zu entdecken.

 

Auf unserer Rundreise durch Südnorwegen sind wir über folgende Landschaftsrouten gefahren:

  • Jaeren: bekannt für seine langen Sandstrände und Dünen
  • Ryfylke: Wasserfälle und tiefe Fjorde
  • Hardanger: Wasserfälle und Obstplantagen
  • Hardangervidda: Gletscher, Hochgebirge, Wasserfälle
  • Valdresflyse: Gebirgslandschaft und Hochebene

Wenn du also eine Rundreise durch Südnorwegen planst, dann plane deine Route so, dass du automatisch über die Landschaftsrouten fährst. Wenn du weiter in Richtung Norden möchtest, warten noch viele weitere Landschaftsrouten darauf, von dir entdeckt zu werden.


Mit dem Mietwagen durch Norwegen

Wenn du dich dazu entscheidest mit dem Mietwagen durch Norwegen zu reisen, dann findest du die besten Preise und Konditionen in der Regel bei Check24*. Dort bekommst du dann auch gleich die besten Preise der unterschiedlichen Anbieter vor Ort angezeigt. Wir haben unseren Mietwagen beispielsweise gleich am Flughafen von Oslo abgeholt.

 

Die zweite Alternative durch Norwegen zu Reisen ist der Campervan. Insbesondere in Deutschland ist seit Beginn der Corona-Pandemie ein echter Camping-Boom ausgebrochen. Kastenwagen zum Selbstausbau liegen voll im Trend und auch die Preise der klassischen Wohnmobile sind in die Höhe geschossen. Wenn du aber keinen Campervan besitzt, aber unbedingt einmal mit einem verreisen möchtest, dann empfehlen wir dir die Webseite von PaulCamper. Hier mietest du dir einen günstigen Camper von einer Privatperson und sparst somit viel Geld im Verhältnis zu einem normalen Mietcamper-Anbieter.

 

Durch das Jedermannsrecht ist Norwegen eines der besten Länder für einen Roadtrip überhaupt. Denn dank dem Jedermannsrecht darfst du überall in der Natur wild campen bzw. dich am Abend einfach in eine Bucht am Fjord stellen und hier übernachten. Wichtig hierbei ist, dass du den Stellplatz so verlässt, wie du ihn vorfindest und dich nicht auf Privatgelände stellst.

Nutze öffentliche Verkehrsmittel in Städten

In dein größeren Städten in Norwegen empfehlen wir dir öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Das hat zwei Gründe. Zunächst gibt es, wenn du mit dem Camper unterwegs bist, kaum Parkplätze für größere Fahrzeuge in Städten wie Bergen oder Stavanger. Darüber hinaus ist das Parken in den Städten extrem teuer. Nicht selten zahlst du hier für einen Tag zwischen 30 und 50 Euro.

 

Nutze daher die öffentlichen Verkehrsmittel. Damit du diese nutzen kannst, solltest du die App des lokalen Anbieters herunterladen. Für die vier größten Städte in Norwegen benötigst du jeweils eine andere App. Dafür bekommst du in diesen Apps dann die schnellsten Verbindungen zu deinem Zielort angezeigt und buchst das Ticket bequem per App.

 

Hierbei hast du die Wahl zwischen einem Einzelticket oder einem 24-Ticket, wenn du einen Tagesausflug nach Oslo oder eine der anderen großen Städte unternehmen möchtest.

 

Diese App benötigst du für die größten Städte in Norwegen, um die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen:

  • Oslo: Ruter + Ruter Billet
  • Bergen: Skyss + Skyss Billet
  • Stavanger: Kolumbus Reise + Kolumbus Billet
  • Trondheim: AtB + AtB Mobillett

Unser Auto-good-to-know für deinen Roadtrip durch Norwegen

Auch bei einer Rundreise durch Norwegen solltest du mit dem Campervan oder Mietwagen einiges beachten. Wir geben dir hier einen Überblick zu den wichtigsten Dingen, wenn du mit dem Mietwagen oder Camper einen Roadtrip in Norwegen planst.

  • Benzin: Benzin und Diesel sind in Norwegen etwas teurer als in Deutschland. Im Verhältnis ist der Unterschied aber eher gering, da die Sprittpreise auch in Deutschland zuletzt stark gestiegen sind.
  • Geschwindigkeit: die allgemeine Höchstgeschwindigkeit außerort liegt in Norwegen bei gerade einmal 80 km/h. Lediglich auf Autobahnen, von denen es in Norwegen nicht viele gibt, darfst du ab und zu 90 oder 100 km/h schnell fahren. Beachte aber, dass du in der Regel ohnehin nur um die 60-70 km/h fahren wirst, da an jeder Ecke traumhafte Aussichtspunkte auf dich warten. Daran solltest du auch die Entfernung deiner Tagestouren anpassen.
  • Fähren: Das Land Norwegen ist zerrissen durch die Fjorde. Dadurch bist du häufig darauf angewiesen, eine Fähre zu nehmen, um von A nach B zu kommen. Die Kosten für diese Fähren werden, wie auch die Mautgebühren, am Ende deiner Rundreise durch Norwegen abgerechnet. Im nächsten Punkt erfährst du hierzu mehr.
  • Maut: In Norwegen zahlst du bei deinem Roadtrip auf vielen Straßen Maut. Eigentlich ist es nahezu unmöglich diese Mautstraßen dauerhaft zu umfahren. Bei einem Mietwagen ist ein Chip im Auto integriert und du erhältst nach deiner Rundreise eine Rechnung mit allen Mautkosten, die meistens automatisch von deiner Kreditkarte abgebucht werden. Beachte, dass du hierzu eine Kreditkarte* bei der Abholung des Mietwagens vorlegen musst! Solltest du mit dem eigenen PKW oder Camper anreisen, dann musst du dich vorab mit deinem Kennzeichen auf der Webseite von AutoPASS registrieren. Hier bekommst du auch alle weiteren Infos zum Thema Maut in Norwegen.

 Wichtig: Über AutoPASS werden alle Kosten für sämtliche Mautstraßen, Tunneldurchfahrten und Fähren zusammengerechnet und dir anschließend in Rechnung gestellt. Hierbei wird das Kennzeichen vor jeder Mautstelle gescannt. Solltest du dein Kennzeichen vor und während deiner Reise nicht bei AutoPASS registrieren, erhältst du im Nachgang eine entsprechende Rechnung, da das System erkennt, wenn ein Nummernschild gescannt wird, das noch nicht hinterlegt ist. Um hier im Nachgang unnötigen Gebühren zu entgehen, solltest du also daran denken, dein Kennezciehn vorab zu registrieren.


Sieh dir die trendige Hauptstadt Oslo an

Die Hauptstadt von Norwegen hat es uns angetan. Oslo gehört für uns zu den schönsten Städten, die wir bislang bereist haben. Gründe hierfür gibt es viele. Wir haben Oslo unfassbar hipp, modern und trendig erlebt. Wenn du hier durch die Straßen schlenderst, siehst du nahezu an jeder Ecke junge Menschen, die Spaß haben und das Leben in vollen Zügen genießen. Vor allem im Sommer bevölkern die Einheimischen ihre Parks, treffen sich am Oslofjord oder in einer der vielen kleinen und exzellenten Kaffeehäuser.

 

Natürlich haben wir uns auch die TOP-Sehenswürdigkeiten in Oslo angesehen. Hierzu zählen unter anderem das Opernhaus, der hochmoderne Stadtteil Tjuvholmen und der Frognerpark, in dem du mehr als 200 Skulpturen eines norwegischen Bildhauers bewunderst.

Wenn du ein Wintersportfan bist, dann darf natürlich auch der Besuch der legendären Skisprungschanze Holmenkollbakken nicht fehlen.

 

Oslo eignet sich aber auch perfekt, um einfach mal abzuschalten. In jedem Stadtteil findest du viele Parks, die zum Verweilen einladen. Die vielen kleinen Galerien in den Nebengassen der Fußgängerzone gepaart mit der hochmodernen Architektur und dem umweltbewussten Lebensstil der Einheimischen in Oslo macht die norwegische Hauptstadt für uns zu einer der lebenswertesten Städte in ganz Europa.

 

Das einzige Manko: Oslo ist teuer, verdammt teuer.

Kleiner Funfact am Rande: Drei Kugeln Eis kosten hier an der Promenade des Oslofjords gerne mal bis zu 9 Euro!

 

Von A nach B kommst du hier übrigens am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, da die Parkplätze und Parkhäuser extrem teuer sind.

 

Tipp: Nutze den Oslo-Pass, um von nach A nach B zu kommen und spare bares Geld für über 30 Attraktion in Oslo. Dabei hast du die Wahl, ob dein Oslo-Pass 24, 48 oder 72 Stunden gültig sein soll.

Entfliehe dem Großstadttrubel am Oslofjord

Richtig schön ist zudem die Umgebung am Oslofjord. Wenn du das Zentrum von Oslo mit dem Auto oder dem Bus verlässt, dann benötigst du gerade einmal rund 15 Minuten, ehe du dich mitten in der idyllischen und ruhigen Landschaft befindest. Wir haben zwei Nächte in einer kleinen Hütte am Oslofjord verbracht. Hier war vom Großstadttrubel weit und breit keine Spur mehr.

 

Dennoch konnten wir in rund 30 Minuten mit dem Bus ins Zentrum fahren. An der Küste des Oslofjord kannst du darüber hinaus viele Dinge unternehmen. Wir sind hier den Coast Path in Fagerstrand gewandert und haben dabei einen traumhaften Ort entdeckt, an dem wir einfach unsere Hängematten aufgepannt und relaxt haben.

Paddel mit dem Kajak über den Oslofjord

Oslo hat einiges zu bieten. Die Stadt ist hipp, modern und kulturell das Zentrum des Landes. Darüber hinaus hat Oslo aber auch landschaftlich einiges zu bieten. Bei einer Kajaktour über den Oslofjord kannst du dir die norwegische Hauptstadt aus einer völlig neuen Perspektive ansehen und entdeckst die schönsten landschaftlichen Orte rund um das Stadtzentrum.

Entdecke die malerische Südküste von Norwegen

Nachdem wir uns Oslo und den Oslofjord angesehen haben, ging unser Roadtrip weiter an die Südküste des Landes. Hier sind wir an traumhaften schönen Orten und kleinen Fischerdörfern vorbei gefahren, die an die Nordsee angrenzen. Beispielsweise fährst du hier auch am Ort Kristiansand vorbei, an dem die Fähre aus Dänemark anlegt. Das ist die Fähre, die die meisten Reisenden mit dem eigenen PKW oder Camper nehmen, bevor der Roadtrip durch Südnorwegen startet.

 

Wir haben vorher den Tipp bekommen in Risor, einem kleinen romantischen Fischerdorf, anzuhalten. Und der Tipp hat sich gelohnt. Der Ort liegt wunderschön an der Nordsee und ist bekannt für seine Holzhäuser. Nicht umsonst trägt der Ort den Namen "The town of wooden houses". Ungefähr 90 Prozent der Häuser sind hier weiß, was dem Ort beim Schlendern durch die engen Gassen einen mediterranen Flair verleiht. Zudem gibt es hier gute Fischrestaurants und tolle Wanderwege rund um den Ort.

Hafen in Risor

Wandere zum legendären Preikestolen

Die erste Wanderung auf unserem Roadtrip durch Südnorwegen führte und zum berühmten Preikestolen. Die 604 Meter hohe Felskanzel östlich von Stavanger ist eine der TOP-Sehenswürdigkeiten in ganz Norwegen. Jährlich wandern mehrere hunderttausend Besucher hierher, um von dem 25 x 25 Meter großen Plateau am Lysefjord ein unvergessliches Erinnerungsfoto zu schießen. Da auch wir diesen einzigartigen Ort unbedingt sehen wollten, war für uns klar: da müssen wir hin!

 

Das Parken war dann aber eher weniger erfreulich. Zwar stehen 1.000 Parkplätze zur Verfügung, doch der Preis verschlägt dir eventuell die Sprache. Satte 250 NOK (ca. 25 Euro) zahlst du hier für einen Parkplatz für 24 Stunden. Zuvor gibt es keine Möglichkeit dein Auto zu parken, da überall ein generelles Halteverbot gilt. Wenn du mit dem Campervan reist, dann hast du aber zumindest die Möglichkeit auf dem 4 Kilometer entfernten Campingplatz zu übernachten und von dort aus loszugehen. Ist zwar insgesamt die doppelte Strecke, dafür aber deutlich günstiger.

 

Der Aufstieg hat es aber in sich. Denn insgesamt überwindest du auf dem Hinweg 500 Höhenmeter zurück. Dabei ist die Wanderung insgesamt nicht ganz so schwer eingestuft. Nicht umsonst haben wir während unserer Tour auch immer wieder Leute mit Hunden oder Kindern getroffen, die den Aufstieg zum Preikestolen in Kauf genommen haben. Selbst ohne große Kondition kannst du den Anstieg also mit etwas Zeit bewältigen. Überwiegend besteht der Wanderweg zum Preikestolen aus Steinstufen, die hier in den Berg hineingefräst wurden.

 

Oben angekommen erwartet dich am Preikestolen ein einmaliger Ausblick. Zunächst erblickst du den Lysefjord, der sich mit seinem türkis blauen Wasser durch die Berge schlängelt, ehe du die berühmte Felskanzel erreichst. Hier stehst du nun an einer Klippe, an der es exakt 604 Meter in die Tiefe geht. Zudem gibt es hier keine Absicherungen, Seile, Zäune oder ähnliches.

Preikestolen

Tipp: Wenn du am Preikestolen bist, dann kannst du noch ein Stück weiter nach oben wandern. Von hier hast du nicht nur einen einzigartigen Blick auf die 25 x 25 Meter große Felskanzel, sondern genießt auch die Aussicht auf den Lysefjord in einer ruhigen Kulisse. Denn die meisten Touristen bleiben unten am Preikestolen, schießen hier ein Foto und gehen anschließend wieder zurück. Wenn du dir aber die paar Minuten Zeit nimmst und etwas weiter nach oben wanderst, dann hast du die Kulisse fast ganz für dich alleine und entgehst dem Menschentrubel weiter unten.

Aus diesem Grund solltest du hier jederzeit wachsam sein. Wichtig ist zudem, dass du das richtige Schuhwerk dabei hast. Zieh dir für die Wanderung auf jeden Fall ein paar ordentliche Wanderschuhe an. Flip-Flops und Turnschuhe sind hier tabu!

 

Wenn du dir den Preikestolen mal aus einer neuen Perspektive ansehen möchtest, dann leihe dir vor Ort ein Kanu oder Kajak aus und paddle über den Lysefjord zur Felskanzel. Auch von unten hat der Anblick des Preikestolen einen ganz besonderen Reiz.

 

Distanz: 8 Kilometer

Dauer: 5 Stunden (inkl. Pausen)

Höhenmeter: 500

Buche eine geführte Tour zum Preikestolen

Wenn du dir die Wanderung nicht alleine zutraust oder einfach mehr über die Umgebung des legendären Preikestolen erfahren möchtest, dann empfehlen wir dir eine geführte Tour zur bekannten Felskanzel, die einst durch die Gletscher der Eiszeit gebildet wurde. Dein Abenteuer startet in Stavanger. Von dort wirst du zum Ausgangspunkt der Wanderung gefahren und bewältigst anschließend in einer Kleingruppe den Aufstieg zum Preikestolen.

Erkunde die bunten Straßen in Stavanger

Stavanger ist eine kultige und zugleich moderne Studentenstadt im Westen von Norwegen. Vor allem die vielen Gassen mit ihren bunten Häusern sowie die beeindruckende Street-Art sind hier einen Besuch wert. Am Hafen entdeckst du die bunten Speicherhäuser, während du im Stadtteil Gamle Stavanger wieder auf unzählige weiße Holzhäuser triffst.

 

Tipp für Kaffeeliebhaber: In Stavanger gibt es gleich mehrere kleine Röstereien, bei denen du richtig guten Kaffee bekommst. Oft befinden sich die kleinen Läden in den schönsten und buntesten Gassen der Stadt.


Unternimm eine Tageswanderung zur Trolltunga

Ringedalsvatnet an der Trolltunga

Neben der Tour zum Preikestolen stand auch die Wanderung zur Trolltunga ganz oben auf unserer Bucket Liste. Die Trolltunga ist eine 10 Meter lange Felszunge, die aus einem Berg hinausragt und so über dem Abgrund schwebt. Auf 1.100 Metern über dem Meeresspiegel und rund 700 Meter über dem künstlich angelegten See Ringedalsvatnet thront die Trolltunga über ihrer Umgebung und garantiert ein einzigartiges Erlebnis. Diese Wanderung ist allerdings deutlich anspruchsvoller als der Weg zum Preikestolen.

 

Die Parksituation ist allerdings etwas unübersichtlich. Du hast die Wahl zwischen drei unterschiedlichen Parkplätzen, die unterschiedlich teuer sind und unterschiedlich weit weg sind von der Trolltunga. Die wichtigsten Infos zu den Parkplätzen haben wir hier für dich zusammengefasst.

 

P1 in Tyssedal:

  • Distanz: 40 Kilometer hin und zurück
  • Kosten: 300 NOK (ca. 30 Euro) pro Tag

 

P2 in Skjeggedal:

  • Distanz: 28 Kilometer hin und zurück
  • Kosten: 500 NOK (ca. 50 Euro) Pro Tag
  • nur bsi zu einer Fahrzeuglänge von 5,20m

 

P3 in Maglitopp:

  • Distanz: 20 Kilometer hin und zurück
  • Kosten: 600 NOK Parkgebühr + 200 NOK Mautgebühren (ca. 80 Euro) pro Tag
  • nur für PKW
  • nur vorab reservierbar
  • lediglich 30 Parkplätze verfügbar

Wie du siehst ist die Wanderung zur Trolltunga alles andere als günstig. Solltest du aber nun keinen Parkplatz auf P3 mehr bekommen, gibt es die Möglichkeit einen Shuttle-Bus ab P1 oder P2 zu nehmen. Der Bus von P1 bringt dich zunächst zu P2. Von hier steigst du in den nächste Shuttle-Bus, der dich von P2 zu P3 bringt. Natürlich kannst du die Wanderung auch komplett zu Fuß zurücklegen.

 

Wenn du aber, wie wir, nur einen Tag Zeit hast, dann wandere auf jeden Fall von P3 los. Andernfalls solltest du dir überlegen an der Trolltunga zu campen und so nur einen Weg pro Tag zu absolvieren.

 

Weitere Infos zum Parken und den Shuttle-Bussen erhältst du auch auf der Webseite von Trolltunga Norway.

 

Wichtige Infos für die Wanderung zur Trolltunga:

  • der Wanderweg zur Trolltunga ist als sehr anspruchsvoll eingestuft
  • gutes Schuhwerk, ausreichend Proviant und passende Kleidung sind nötig
  • Wanderung zur Trolltunga ohne Guide nur zwischen Juni und September möglich
  • zwischen Oktober und Mai darfst du nur mit einem Guide zur Trolltunga wandern
  • nimm nicht zu viel Wasser mit, fülle deine Flasche auf dem Weg mit frischem Bergwasser auf
  • in gekennzeichneten Bereichen darfst du auf dem Wanderweg wild campen und übernachten

Wir selbst sind von P3 losgegangen. Von hier erwartet dich gleich zu Beginn das härteste Stück des Weges. Auf den ersten Kilometern legst du bereits fast 300 Höhenmeter zurück, ehe die Strecke endlich flacher wird. Von hier wird die Wanderung deutlich einfacher und du marschierst die nächsten 7 Kilometer durch eine schöne Berglandschaft mit Blick auf die Gletscher.

 

Angekommen an der Trolltunga genießt du die einzigartige Aussicht auf den Ringedalsvatnet-See. Spätestens in diesem Moment sind alle Strapazen vergessen und du belohnst dich für den harten Aufstieg zur Trolltunga.

Trolltunga

Tipp: Wir haben auf P2 geparkt und von dort den Shuttle-Bus zu P3 genommen. Wenn du auf dem Rückweg auch den Shuttle-Bus nach unten nehmen möchtest, dann zeige dort dein Busticket von der HInfahrt vor und du erhältst 30 Prozent Rabatt auf die Rückfahrt.

 

Distanz: 20 Kilometer

Dauer: 8 Stunden (inkl. Pausen)

Höhenmeter: 320

Unternimm eine unvergessliche Nachtwanderung zur Trolltunga

Die Wanderung zur Trolltunga gehört für jeden Reisenden in Norwegen zu den To-Do´s. Entsprechend voll ist es auf der bekannten Felszunge tagsüber - insbesondere in der Hauptsaison zwischen Juni und August. Ein ganz besonderes Erlebnis bietet dir daher eine Nachtwanderung zur Trolltunga. Kurz vor der bekannten Sehenswürdigkeit schlägst du dein Zelt auf, genießt eine Nacht mitten in der Natur und brichst früh am Morgen zur Trolltunga auf, wo du einen einzigartigen Sonnenaufgang genießet.

Bergen: die Stadt zwischen den Fjorden

Bergen gilt als Stadt zwischen den Fjorden. Bei unserer Entdeckertour durch Bergen haben wir festgestellt, dass die Stadt unheimlich gemütlich wirkt. Das liegt unter anderem daran, dass das Stadtzentrum aufgrund der umliegenden Berge ziemlich kompakt ist und du die schönsten Orte und Sehenswürdigkeiten in Bergen ganz bequem zu Fuß erkundest.

 

Ganz zu Beginn haben wir uns das Highlight schlechthin angesehen, das Hafenviertel Bryggen mit seinen bunten und teilweise schiefen Holzhäusern. Der Stadtteil, in dem teilweise 400 Jahre alte Häuser stehen, ist heute zudem UNESCO-Welterbestätte. In den engen Gassen spazierst du über Gassen, deren Boden aus Holz ist, genießt den urbanen Charme mit all den Galerien, Cafés und Souvenirläden und bewunderst die zum Teil schiefen Holzhäuser.

Wenn du gerne Fisch isst, dann ist ein Besuch in Bergen ohnehin Pflicht. Zum einen findest du hier gleich mehrere Fischmärkte, auf denen du den besten und frischesten Fisch weit und breit bekommst und zum anderen wurde Bergen von der UNESCO zur Stadt der Gastronomie gekührt.

 

Bergen gilt allerdings als Stadt des Regens. An über 200 Tagen im Jahr fällt hier Regen. Die Einheimischen wissen damit allerdings umzugehen. Wir hatten übrigens während drei Wochen Rundreise durch Südnorwegen lediglich einen einzigen Regentag - und der war nicht in Bergen!

 

Dinge, die du hier noch erlebst:

  • Fahre mit der berühmten Fløibanen auf den 320 Meter hohen Hausberg Fløyen
  • Sieh dir Bergen mit der Gondelbahn Ulriken vom 643 Meter hohen Berg Ulriken an
  • Genieße eine Fjordtour über den Sognefjord und den Hardangerfjord
  • Sieh dir die Street-Art in der Altstadt von Bergen an

Wandere zum höchsten Wasserfall in ganz Norwegen

Wanderung zum Vettisfossen

Unsere letzte Wanderung in Norwegen ging zum höchsten Wasserfall des Landes. Aus 273 Metern höhe stürzen die Wassermassen vom Vettisfossen Wasserfall in die Tiefe. Die Wanderung hierher ist im Verhältnis zu den Touren zur Trolltunga oder dem Preikestolen wirklich einfach. Startpunkt ist der Wanderparkplatz am Hjellefossen Wasserfall, den du auch in Google Maps findest. Der Parkplatz liegt ganz am Rande des Jotunheimen-Nationalpark.

 

Hier befindest du dich im traumhaft schönen Utladalen, einem malerischen Tal, durch das ein türkisblauer Fluss fließt und die Berge seitlich emporragen. Nur wenige Minuten nach dem Start der Wanderung tauchst du in das Tal ein und lässt die Zivilasation hinter dir. Insgesamt legst du auf dem Hin- und Rückweg rund 15 Kilometer zurück und bewunderst immer wieder Wasserfälle, die dir auf dem Weg begegnen. Zeitlich solltest du mit Pausen rund 6 Stunden einplanen. Wenn du den Jotunheimen-Nationalpark im Winter erkundest, dann halte die Augen auf, denn nicht selten siehst du dann hier sogar Rentiere.

Utladalen Fluss

Vor den letzten Kilometern der Strecke hast du nun die Wahl, ob du dir den Wasserfall von oben oder unten ansehen möchtest. An dieser Stelle trennen sich die jeweiligen Wege. Für den Aufstieg benötigst du von hier noch 1,5 Stunden, während du in rund einer Stunde zum Fuße des Vettisfossen gelangst. Wir haben uns dazu entschieden, uns den Wasserfall von unten an zusehen. Auf dem letzten Kilometer wird das Gelände dann etwas rauer und du überwindest einen steilen Abstieg, ehe du den Vettisfossen wenige hundert Meter später entdeckst.

 

Damit du richtig nah an den höchsten Wasserfall Norwegens herankommst, musst du noch ein Stück über die glitschigen Steine im Flussbett gehen. Aber es lohnt sich. Denn angekommen am Vettisfossen genießt du einen Blick auf den mystischen Wasserfall, der umgeben von steilen Schluchten das Wasser in die Tiefe wirft.

Vettisfossen Wasserfall

Nachdem du auf dem Rückweg den kleinen Anstieg, den du ja zuvor nach unten gegangen bist, überwunden hast, genießt du noch einmal die Wanderung durch das malerische Tal. Vor allem das wahnsinnig türkise und gleichzeitig glasklare Gletscherwasser wird uns hier für immer in Erinnerung bleiben.

 

Distanz: 14 Kilometer

Dauer: 5 Stunden (inkl. Pausen)

Höhenmeter: 200


Kosten unserer Rundreise durch Südnorwegen

Um es gleich vorneweg auf den Punkt zu bringen: Norwegen ist teuer, verdammt teuer!

 

Vermutlich ist Norwegen sogar das teuerste Land in ganz Europa. Und das spürst du hier bei jedem noch so kleinen Einkauf. Die Lebensmittelpreise sind häufig drei Mal so hoch wie in Deutschland, der Spritt ist teurer und hinzu kommen Kosten für Maut und Fähren.

 

Dennoch lohnt sich hier jeder Cent und mit den richtigen Kniffen kannst du auch einiges an Geld sparen. Was die Kosten unserer Weltreise betrifft, so wird Norwegen sicherlich eines der teuersten Reiseziele unserer gesamten Reise sein.

 

Hier findest du eine detaillierte Auflistung unserer Kosten in Norwegen. Dazu gibt es allerdings zwei wichtige Punkte, die du beachten solltest:

  • Wir sind mit einem Mietwagen gereist, wenn du mit einem eigenen Camper oder dem eigenen PKW fährst sparst du dir natürlich die gesamte Mietgebühr.
  • Wir haben ausschließlich in Airbnb-Unterkünften übernachtet. Sofern du mit dem Camper reist, sparst du auch hier verdammt viel Geld, da du vermutlich auf Campingplätzen oder sogar in der freien Natur übernachtest.
  • Die Flugkosten beziehen sich auf Flüge von Frankfurt nach Oslo. Dabei sind wir in Helsinki umgestiegen. Zudem handelt es sich hierbei um One-Way-Flüge.

Also: Wenn du unsere Kosten siehst, dann kannst du nun erstmal durchatmen, weil es einige Möglichkeiten gibt, bares Geld bei deiner Reise durch Südnorwegen zu sparen.

Position Kosten

Hinflug (Oslo) für zwei Personen (mit Gepäck)

484,69€
Unterkünfte 1.131,83€
Mietwagen (Sunny Cars) 1.019,00€
Benzin
185,30€
Maut & Fähren 200,00€
Öffentliche Verkehrsmittel
58,83€
Verpflegung
253,81€
Aktivitäten (Preikestolen, Trolltunga) 111,90€
Sonstiges (Besuche in Cafés, Dokumente Drucken, Wäsche waschen, Souvenirs, SD-Karte) 93,90€
GESAMT (1.769,63€ pro Person) 3.539,26€

Tipp: Nimm auf jeden Fall eine Kreditkarte mit nach Norwegen.

 

In Deutschland sind wir es ja gewohnt auch heute noch an vielen Orten mit Bargeld zu bezahlen. In Norwegen ist das nicht der Fall. Wir konnten es kaum glauben, aber in drei Wochen Norwegen haben wir nicht einen Geldschein in der Hand gehabt. Hier zahlst du üblicherweise überall mit der Kreditkarte. An vielen Orten hast du aber zumindest die Alternative mit Bargeld zu zahlen.

 

Das ist aber nicht überall der Fall. Daher ist es besonders wichtig, dass du für einen Roadtrip durch Norwegen eine Kreditkarte einsteckst. Wir empfehlen dir hier die Reisekreditkarte der DKB*, da du mit dieser Kreditkarte weltweit keine Gebühren zahlst - weder beim Geld abheben, noch beim Bezahlen mit der Kreditkarte.


Reiseführer für Norwegen Reise

Reiseführer für Norwegen von Marco Polo

Wenn du bei deiner Norwegen Rundreise immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer bist, dann ist der Reiseführer von Marco Polo perfekt für dich geeignet, um dich vorab über die coolsten Erlebnisse zu informieren. Außerdem findest du hier Tipps, wie du die besten Restaurants & Cafés findest und worauf du bei einem Norwegen Roadtrip sonst noch achten solltest.


Norwegen-Reiseführer von Lonely Planet

Für Individualreisende gehören sind die Reiseführer von Lonely Planet längst zur Grundausstattung jeder Reise. Wenn du Norwegen auf eigene Faust erkunden möchtest, dann empfehlen wir dir diesen Reiseführer für Norwegen. Neben Tipps zu den besten Szenekneipen in Oslo erfährst du im Reiseführer alles zu den Gletscher, Fjorden und Bergen, die in Norwegen darauf warten, von dir entdeckt zu werden.


DuMont: Südnorwegen-Reiseführer

Wenn du, wie wir, vor allem in Südnorwegen unterwegs bist, dann ist der Reiseführer von DuMont dein perfekter Begleiter. Neben einer detaillierten Karte findest du in diesem Norwegen-Reiseführer sämtliche Informationen rund um den Süden Norwegens. Neben den Tipps zu Städten wie Oslo und Stavanger erfährst du, wo du dich in die Fluten stürzen kannst und welche Wanderungen du auf jeden Fall erleben musst.



Weitere Sehenswürdigkeiten in Norwegen

Wenn du mehr als drei Wochen für einen Norwegen Roadtrip Zeit hast oder dir sofort den Norden des Landes ansehen möchtest, dann haben wir hier ein paar der Highlights für dich zusammengefasst. Vor allem die wunderschönen Inseln auf den Lofoten sind einer der Top-Surfspots weltweit. Darüber hinaus wanderst du im Jostedalbreen-Nationalpark über einen gigantischen Gletscher, während du in der Nähe der Städte im Norden Nordlichter sehen kannst.

  • Lofoten: das Lofoten-Archipel im Nordwesten besteht aus 80 Inseln in einer malerischen Landschaft
  • Jostedalbreen-Nationalpark: wandere über den größten Gletscher auf dem europäischen Binnenland
  • Vøringsfossen: der 183 Meter hohe Wasserfall gehört zu den höchsten des Landes
  • Trondheim: Trondheim ist bekannt für seine bunten Holzhäuser und den gechillten Flair
  • Tromsø: hier siehst du Nordlichter und entdeckst bei einer Tour Wale in den Fjorden

Nimm an einer Walsafari ab Tromsø teil

Wenn du in Tromsø unterwegs bist, dann nimm dort unbedingt an einer Walsafari teil. Die Stadt im Norden von Norwegen ist bekannt für die vielen Wale, die hier zwischen Oktober und Januar durch die Fjorde ziehen. Hierbei hast du die Gelegenheit Schweinswale, Killerwale und sogar Buckelwale zu sehen

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