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Selbstfahrer-Rundreise durch Namibia

Elefant im Etosha Nationalpark

Zweiwöchige Rundreise durch Namibia


Hier ist er also: unser erster Blogbeitrag von den Erlebnissen unserer Weltreise. Um es genauer zu sagen: aus Namibia! Im Frühjahr 2020 haben wir begonnen unseren Reiseblog zu gestalten, um ihn dann fast ein Jahr lang mit Inhalten rund um die Weltreise-Vorbereitung zu füllen. Unser Ziel war es aber von Anfang an dir von unseren Abenteuern zu berichten, die wir dann auf unserer Weltreise erleben werden. Umso schöner ist der Moment, in dem wir diesen Blogbeitrag nun online schalten.

 

Zwei Wochen lang sind wir mit einem Toyota Hilux samt Dachzelt durch das wilde Namibia gefahren und haben dabei den gesamten Norden des Landes erkundet. Rückblickend hätten wir eigentlich noch eine Woche mehr benötigt, um wirklich alle Highlights mitzunehmen. Irgendwann möchten wir daher noch einmal zurück nach Namibia, um auch den südlichen Teil dieses so vielseitigen und wunderschönen Landes zu entdecken.

 

Für uns war es das erste Mal, dass wir den europäischen Kontinent verlassen – nachdem unsere geplante Reise nach Malaysia im Sommer 2020 der Corona-Pandemie zum Opfer fiel. Dabei wurde uns gleich zu Beginn unserer Reise klar, was die Weltreise mit uns macht. Denn das erste Mal wussten wir, dass wir eben nicht nach dem Ende dieser Selbstfahrer-Rundreise wieder nach Hause fliegen, sondern das nächste Land ansteuern.

 

Wie würden wir Namibia am besten beschreiben? Eigentlich ganz einfach: einzigartig wild und unfassbar vielseitig - das trifft auf die Landschaft, die Tierwelt und die Kultur vor, die wir hier kennengelernt haben. Zudem haben wir in Namibia keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht. Alle Einheimischen, mit denen wir in Kontakt gekommen sind, waren freundlich, interessiert und sogar froh wieder Touristen im Land zu begrüßen - nachdem die Corona-Pandemie auch hier die gesamte Branche lahmgelegt hat.

 

Du kannst Namibia zudem das gesamte Jahr über bereisen. Die beste Reisezeit für Namibia liegt allerdings zwischen Juni und September. In diesen Monaten herrscht in Namibia Trockenzeit und es ist Winter. Die Temperaturen pendeln sich tagsüber zwischen 25 und 30 Grad ein, während es in den Nächten angenehm abkühlt. In der Trockenzeit hast du auf Safaris den Vorteil, dass die Tiere sich an die wenigen Wasserlöcher begeben, die sich beispielsweise im Etosha Nationalpark befinden.

 

Und nun: nimm dir eine Tasse Kaffee oder Tee, leg dich auf die Couch und tauche ein in unsere Erlebnisse und Abenteuer in Namibia.

 

Im zweiten Blogbeitrag zu unserem Namibia-Roadtrip erfährst du zudem alles zu unseren Campsites, deren Ausstattung und den Kosten.

 

Die günstigsten Flugangebote zum internationalen Flughafen in Windhoek findest du bei Momondo*.

Düne 7 in der Namib-Wüste

Unsere Route durch Namibia

Wenn du nur zwei Wochen Zeit hast und den Norden in Namibia bereisen möchtest, dann stellt sich deine Route eigentlich fast von selbst auf. Du solltest aber in Namibia unbedingt darauf achten, dass du die Tagesetappen nicht zu lange planst. Für 300 Kilometer benötigst du in Namibia nicht selten bis zu 5 Stunden.

 

Insgesamt haben wir in zwei Wochen fast 4.000 Kilometer zurückgelegt. Du kannst dir also ungefähr denken, wie viel Zeit wir im Auto verbracht haben.

 

Unsere Route im Überblick:

 

Etappe 1: Windhuk – Waterberg

Etappe 2: Waterberg – Etosha Nationalpark

Etappe 3: Etosha Nationalpark – Oshakati

Etappe 4: Oshakati – Epupa Falls

Etappe 5: Epupa Falls – Camp Aussicht

Etappe 6: Camp Aussicht – Palmwag Camp

Etappe 7: Palmwag Camp – Spitzkoppe

Etappe 8: Spitzkoppe – Walvis Bay

Etappe 9: Walvis Bay – Swakopmund

Etappe 10: Swakopmund - Windhuk

Route für einen Namibia-Roadtrip

Namibia-Roadtrip mit dem Dachzelt

Wenn du dich für eine Selbstfahrer-Rundreise durch Namibia entscheidest, dann hast du zwei Möglichkeiten. Entweder du mietest dir einen Wagen mit Dachzelt oder du übernachtest in Lodges – die allerdings relativ teuer sind. Wir haben uns, auch um richtiges Abenteuerfeeling aufkommen zu lassen, dazu entschieden, einen Wagen mit Dachzelt zu mieten. Und wir haben es geliebt! Wenn auch du Campingtouren liebst, dann ist das Dachzelt in Namibia wie für dich gemacht.

 

Hier findest du die bekanntesten und besten Autovermietungsfirmen für deine Rundreise durch Namibia:

Wir haben unseren Wagen bei Asco Car Hire gebucht, da wir schon von vielen Reisenden gehört haben, dass die Autos und das gesamte Equipment in einem Top-Zustand sind. Auch der Service ist hier hervorragend. Dafür ist der Preis etwas höher als bei den anderen Vermietern. Bevor du dich ins Abenteuer stürzt, bekommst du von einem Mitarbeiter, bei uns ein deutschsprachiger, eine detaillierte Einführung zum Fahrzeug, damit unterwegs nichts schief gehen kann.

 

Zudem hast du nochmal die Möglichkeit unterschiedliche Ausführungen der Autos zu buchen. Beispielsweise einen 2-Türer, einen 4-Türer oder wenn es ein Urlaub mit der gesamten Familie sein soll, mit zwei Dachzelten auf dem Wagen.

 

Wir haben uns schließlich für einen Toyota Hilux mit Dachzelt entschieden. Da es die günstigste Variante war haben wir den 2-Türer gewählt. So hatten wir ausreichend Stauraum im Gepäckraum unter dem Dachzelt. Beim nächsten Mal würden wir allerdings den 4-Türer nehmen, da wir dann unsere Backpacks ganz bequem auf die Rückbank legen können. So mussten wir nämlich jedes Mal, wenn wir unser Lager aufgeschlagen haben, ziemlich viel hin- und herräumen. Zudem sind die Rucksäcke mit der Zeit auch ziemlich eingestaubt.

 

Falls du aber doch in Lodges oder Hotels übernachten möchtest, dann findest du bei Check24* den günstigsten Mietwagen für dein Abenteuer in Namibia.

Die wichtigsten Fakten zu unserem Toyota Hilux

Autovermietung Asco Car Hire
  • Modell: Toyota Hilux mit Dachzelt

  • 4x4 (du benötigst auf jeden Fall ein Fahrzeug mit Allradantrieb in Namibia)

  • 2 x 80l Tank (die Tankanzeige geht erst nach unten, sobald der zweite Tank angebrochen wird)

  • Kosten für 2 Wochen: 2.409 Euro (inkl. aller Versicherungen sowie ohne Hinterlegung einer Kaution)

  • Zweiter Fahrer kostenfrei zubuchbar
  • Wenn es dir nichts ausmacht eine Kaution zu hinterlegen, kannst du den Tagestarif etwas nach unten drücken und/oder gewisse mitversicherte Dinge (Glas, Reifen, Sandsturm, etc.) außen vor lassen (wir haben uns bewusst dafür entschieden, lieber etwas mehr zu zahlen, damit wir auf der sicheren Seite sind, falls etwas passiert)

Ausstattung: Auto mit Dachzelt in Namibia

  • 2 Gaskocher (5l-Flaschen inkl. aufschraubbarer Cooking-Plates)

  • Komplette Camping-Küchenausstattung (Teller, Töpfe, Geschirr, Tassen, Becher, etc.)

  • 2 Ersatzreifen inkl. Montageset

  • Kompressor

  • Eine leere Box zum Verstauen von Lebensmitteln

  • Ein Kühlschrank, der über eine zweite Batterie betrieben wird

  • Camping-Starterset (kostet 35 €) mit Zewa, Klopapier, Öl, Kaffee, Zucker, Milchpulver, Feuerholz, Grillkohle, Anzünder, Streichholz, Geschirrspülset, Mülltüten, 10 Liter Wasser, Alufolie, Spülmittel

  • Campingtisch und Stühle

  • Bettwäsche, Kissen und Bettbezüge

  • Solarlampe

Unser Auto-good-to-know für deine Namibia Rundreise

Darüber hinaus herrscht in Namibia Linksverkehr. Nach ein paar Tagen hast du das aber ziemlich schnell verinnerlicht. Außerdem begegnest du hier oftmals ohnehin stundenlang keinem einzigen Auto.

In Namibia sind rund 90 Prozent aller Straßen Schotterpisten, sogenannte Gravel Roads. Unser Vermieter empfiehlt auf diesen Strecken einen Reifendruck von 1,8 Bar, während auf normalen Straßen 2,0 Bar empfohlen werden. Dadurch musst du immer mal wieder Luft aus den Reifen lassen und diese wieder aufpumpen. Grundsätzlich hast du hierzu einen Kompressor im Kofferraum. Wir haben allerdings eine Tankstelle angesteuert. Hier stehen ohnehin Mitarbeiter an jeder Tankstelle, die dir die Reifen wieder auf den gewünschten Druck aufpumpen. Außerdem musst du in Namibia beim Tanken nicht aus dem Auto aussteigen, sondern bekommt das Auto von Mitarbeitern der Tankstelle getankt und zahlst anschließend ganz bequem mit der Kreditkarte.

 

Bei Asco Car Hire besitzen die Autos zudem integrierte GPS-Sensoren, die auch die Geschwindigkeit messen. Auf Gravel Roads beträgt die Höchstgeschwindigkeit 80 km/h, während du auf geteerten Straßen meist 120 km/h fahren darfst. Überschreitest du diese Geschwindigkeiten, ertönt im Wagen ein schriller Ton. Der Grund dafür ist, dass die Versicherung im Falle eines Unfalls nur für die Kosten aufkommt, wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht überschritten wurde.


Windhuk: erkunde die Hauptstadt von Namibia

In vielen Ländern sind die Hauptstädte ein beliebter Touristenmagnet. In Namibia haben wir das anders erlebt - vor allem in Windhoek. Generell laden die Städte in Namibia eher weniger zum klassischen Sightseeing ein. Sie sind, um es mit einem Wort zusammenzufassen, pragmatisch. Dieses Gefühl hatten wir zumindest als wir durch die Stadt gefahren sind und eine Nacht hier verbracht haben. Mit mehr als 325.000 Einwohnern leben in Windhoek mehr als 10 Prozent der gesamten Bevölkerung Namibias. Auch aus diesem Grund ist Windhoek mit dem einzigen internationalen Flughafen der zentrale Mittelpunkt der Wirtschaft und Industrie in Namibia. Wenn du kein absoluter Städte-Fan bist, dann würden wir dir nicht unbedingt empfehlen, mehr Zeit als nötig hier zu verbringen. Schließlich warten in Namibia zahlreiche weitere Abenteuer auf dich!

 

Am Flughafen in Windhoek haben wir uns erst einmal beim größten Mobilfunkanbieter, MTC, unsere SIM-Karten gekauft. Da du in Namibia nur in den wenigsten Unterkünften gutes WLAN hast, ist es durchaus sinnvoll, sich vor dem Start eine SIM-Karte von MTC zu kaufen. Zwar ist auch das mobile Internet eher mittelmäßig, für WhatsApp reicht es aber meistens.

 

Wichtig: Die SIM-Karte von MTC wird als zweite SIM-Karte von einem Mitarbeiter des Shops installiert. Somit behältst du deine normale Handynummer und empfängst auch weiterhin WhatsApp-Nachrichten oder SMS.

 

Anbieter: MTC

Kosten SIM-Karte: 7,83€

Datenvolumen: 3 GB pro Woche (insgesamt also 6 GB)

Erkunde die Townships von Windhuk bei einer geführten tour

Auch wenn Windhoek keine der klassischen Sightseeing-Städte ist, erfährst du in den Townships mehr zum alltäglichen Leben der Locals. Bei dieser geführten Tour siehst du dir neben den bekanntesten Orten und Sehenswürdigkeiten der namibianischen Hauptstadt auch das Township Katutura an, in dem Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammenleben.

Auf dem Weg zum Etosha Nationalpark: übernachte am Waterberg

Vom Flughafen wurden wir vom Shuttle des Autovermieters Asco Car Hire zur Zentrale gebracht. Hier haben wir schließlich unser Auto in Empfang genommen und sind zum nächstgelegenen Supermarkt gefahren, um Lebensmittel für die nächsten Tage zu kaufen. Die wichtigsten Infos zum Einkaufen in Namibia:

  • Die Lebensmittelpreise sind auf einem ähnlichen Niveau wie in Deutschland
  • Auf den Parkplätzen stehen Security, die auf dein Auto aufpassen
  • Nach dem Bezahlen bringen Mitarbeiter des Supermarktes deine Einkäufe ans Auto

In Namibia ist es üblich, dass du dem Security-Mann und/oder den Mitarbeitern des Supermarktes für ihre Dienste ein paar Namibianische Dollar zusteckst. Du kannst deine Einkäufe aber auch ganz normal selbst zum Auto bringen, solltest das aber dann bereits an der Kasse signalisieren.

 

Tipp: Wir wussten vorher nicht, dass du in Namibia auch mit der südafrikanischen Währung bezahlen kannst. Tatsächlich ist das aber überall ohne Probleme möglich, da der Wechselkurs des Südafrikanischen Rands der Gleiche ist, wie der des Namibianischen Dollars. Der Wechselkurs liegt in der Regel bei 17 NAD zu einem Euro.

Offroad durch Namibia

Dann ging es endlich los. Raus aus der Großstadt und hinein in die unendlichen Weiten Namibias. Wie unendlich diese Weiten hier wirklich sind, nimmst du erst dann wahr, wenn du sie mit deinen eigenen Augen siehst. Bis zum Waterberg, unserem ersten Camp, sind wir kaum einem Auto begegnet.

 

Am Straßenrand haben wir hin und wieder wilde Warzenschweine und Affen gesehen und sind durch eine Landschaft gefahren, in der du kilometerweit voraus schauen kannst. Hier hast du das Gefühl, als wärst du auf der Route 66 unterwegs. Kurz vor der Campsite sind wir dann auf eine der vielen Gravel Roads (Schotterpisten) abgebogen.

Schon mehrere Kilometer vor unserem Ziel haben wir das gigantische Waterberg Plateau gesehen. Der Waterberg, ein riesiger Tafelberg mit einer Länge von 48 und einer Breite von 15 Kilometern, zählt mit seiner wilden Umgebung als eine der Top-Sehenswürdigkeiten in Namibia. Da wir allerdings nur eine Nacht hier verbracht haben, hatten wir nur wenig Zeit, um das Areal rund um den Berg zu erkunden. Wenn du etwas mehr Zeit hast, dann raten wir dir auf jeden Fall, dass du hier eine der vielen Wanderungen unternimmst oder eine Tour mit einem Ranger buchst - zum Beispiel das Rhino Trekking!


Self-Drive-Safari im Etosha Nationalpark

Voller Vorfreude ging es im Anschluss zum Etosha Nationalpark. Drei Tage haben wir uns für unsere Selbstfahrer-Safari im Etosha Nationalpark in Namibia eingeplant. Dabei war uns von Anfang gar nicht so richtig bewusst, wie groß die Fläche des Nationalparks wirklich ist. Denn bei deiner Planung solltest du bedenken, dass du im Nationalpark nicht schneller als 60 km/h fahren darfst. Dadurch, dass du eigentlich durchgehend auf der Suche nach wilden Tieren bist, an Wasserlöchern in Namibia anhältst und über Schotterpisten fährst, solltest du im Schnitt eher damit rechnen, dass du eher um die 40 Kilometer pro Stunde zurücklegst.

 

Bei uns hat das dazu geführt, dass wir den Westen des Parks, in dem erfahrungsgemäß weniger Tiere unterwegs sind, ausgelassen haben. Wir hätten hier also eigentlich 4 oder 5 Tage benötigt, um alle Ecken im Park zu erkunden. Das Highlight im Etosha ist neben den vielen Wasserlöchern, an denen sich die Tiere in der Trockenzeit zwischen Mai und Dezember aufhalten, die gigantische Salzpfanne.

 

In den drei Tagen im Etosha Nationalpark haben wir fast alle Tiere gesehen, die auf unserer Bucket Liste standen – außer ein paar Löwen. Zwar gibt es hier auch Leoparden und Geparden, allerdings ist die Chance diese hier zu sehen extrem gering, da diese Tiere eigentlich nur in der Nacht unterwegs sind und auf die Jagd gehen. Grundsätzlich solltest du wissen, dass du im Etosha Nationalpark durchgehend im Auto bleiben musst (bis auf die Campsites natürlich), da hinter jedem Busch ein wildes und gefährliches Tier lauern könnte. Und mit etwas Glück entdeckst du ja doch ein paar wilde Raubkatzen im Schatten der Bäume.

 

Tiere im Etosha-Nationalpark, die wir gesehen haben:

  • Elefanten
  • Nashörner
  • Giraffen
  • Zebras
  • Streifengnus
  • Oryxe
  • Hyänen
  • Schabrackenschakal
  • Erdhörnchen
  • Verschiedene Antilopenarten

Und wir versprechen dir: es ist etwas völlig anderes diese Tiere in freier Wildbahn zu sehen, als in irgendeinem Zoo oder Gehege in Deutschland oder Europa. Denn dort gehören sie eigentlich auch gar nicht hin!

Tipps für eine erfolgreiche Self-Drive-Safari im Etosha Nationalpark:

  1. Nimm ein Fernglas* mit
  2. Warte geduldig an den Wasserlöchern
  3. Benutze ein Zoom-Objektiv* auf deiner Kamera
  4. Reserviere deine Campsite im Etosha Nationalpark frühzeitig

Fakten zum Etosha Nationalpark:

  • 4 Eingangstore, aus jeder Himmelsrichtung ein Tor
  • 5 Camps im Etosha Nationalpark, in denen du übernachten kannst
  • Öffnungszeiten: von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang
  • Eintritt (auch Permit genannt): für zwei Personen (inkl. Auto) pro Tag umgerechnet 19,93€ (350 NAD)

Buche eine Tour mit einem erfahrenen Ranger durch den Etosha Nationalpark

Alternativ zur Self-Drive-Safari im Etosha-Nationalpark hast du die Möglichkeit an einer geführten Tour mit einem erfahrenen Ranger teilzunehmen. Diese Ranger sind meist gut ausgebildet und kennen die Orte, an denen sich die seltensten Tiere im Nationalpark aufhalten. Bei dieser Tour fährst du entlang der bekanntesten Wasserstellen und sammelst einzigartige Erinnerungen an deine Rundreise durch Namibia.

Richtung Norden: lerne das Volk der Himba kennen

Unser nächstes Ziel waren nach dem Etosha Nationalpark die Epupa-Fälle ganz im Norden von Namibia. Neben der Landschaft siehst du am Straßenrand immer wieder Himba. Die Himba sind das letzte nomadische Volk in Namibia und vor allem im Norden des Landes auch heute noch stark vertreten. Immer wieder, wenn wir an einem der Himba-Dörfer vorbeikommen, stellen wir uns diese eine Frage. Wie ist es in der heutigen Zeit noch möglich ohne fließendes Wasser, Strom, Internet, ein Badezimmer oder eine Küche zu leben? Und trotz dieser Umstände, oder vielleicht gerade deswegen, wirken die Himba alles andere als unglücklich. Sie kennen es eben nicht anders und nehmen das Leben wie es ist.

 

Ein wenig erfreulicher Fakt ist jedoch, dass im Norden und ganz besonders im Nordosten (am Caprivi-Zipfel) von Namibia viele Menschen an Malaria erkranken und sterben. Das liegt auch daran, dass die Himba und viele normale Bürger in dieser Region des Landes kein Geld haben, um sich die Behandlung der Krankheit leisten zu können. Auch wir haben uns vor unserer Reise nach Namibia zu diesem Thema informiert.

 

Auch, wenn das Malaria-Risiko in der Trockenzeit, in der wir hier unterwegs waren, gering ist, haben wir uns dazu entschieden eine Malaria-Prophylaxe in Form von Tabletten einzunehmen. Lass dich hierzu und zu den weiteren Impfungen für deinen Namibia-Roadtrip am besten von einem Tropenarzt beraten.

Über Stock und Stein zu den Epupa Fällen

Die Epupa Falls befinden sich unmittelbar an der Grenze zu Angola. Doch nicht nur die Wasserfälle selbst sind ein Highlight, sondern auch die Krokodile und Nilpferde, die du hier mit etwas Glück im Flussbett entdeckst. Für uns war aber bereits die Anfahrt ein einziges Abenteuer, denn die letzten 200 Kilometer fährst du über eine Gravel Road, die es in sich hat.

 

Die Landschaft und die Berge, die du hier siehst, sind atemberaubend schön. Es war wirklich einer der schönsten Streckenabschnitte überhaupt! Die Fahrt gleicht allerdings einer Tortur. Immer wieder tauchen heftige Schlaglöcher auf, die du nur in Schrittgeschwindigkeit bewältigen kannst.

 

Angekommen an den Epupa-Fällen triffst du auf eine Kulisse, die schöner nicht sein könnte. Gleich am Grenzfluss von Angola, dem Kunene, stehen Palmen und es liegt feiner Sand auf dem Boden. Wir konnten unser Glück kaum fassen! Die Anfahrt hierher lohnt sich allemal. Es ist aber auch der richtige Ort in Namibia, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Nicht umsonst stand am Einfahrtstor unserer Campsite „Welcome to Paradise“.

Epupa Camp am Kunene

Das Kaokoveld: genieße traumhafte Aussichten in den Bergen

Bei einem Roadtrip durch Namibia wirst du immer wieder feststellen, dass du durch völlig unterschiedliche Landschaften fährst. Mal genießt du die endlosen Weiten der Savannen, dann bretterst du über Schotterpisten mit Dornbüschen und Trockenwäldern an den Seiten und im nächsten Moment stehst du vor gewaltigen Bergen, ehe du dich in der Namib-Wüste wiederfindest.

 

Ein besonders einprägsamer Abschnitt während unserer Rundreise durch Namibia war die Fahrt durch das Kaokoveld. Von den Epupa-Fällen kommend gelangst du in eine Landschaft mit etlichen kleinen Bergen. Nimmst du die Mühen in Kauf, um auf einen der Berge hinaufzufahren, wirst du mit einem einzigartigen Panorama belohnt. Wir hatten das Glück, dass wir hier einen unvergesslichen Sonnenuntergang von einem Aussichtspunkt einer Campsite genießen durften. Hier kam bei uns das Gefühl der absoluten Freiheit auf.

 

Das Kaokoveld, ein 50.000 Quadratkilometer großes Gebiet im Nordwesten Namibias, war bis 1989 das Homeland der Himba. Heute wird in diesem Gebiet die Wilderei konsequent bekämpft, sodass die Population von Nashörnern und Wüstenelefanten wieder enorm zugenommen hat. Halte also auf jeden Fall die Augen auf, wenn du durch das traumhaft schöne Gebiet fährst.


Sieh dir den Inselberg Spitzkoppe an

Eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten bei einer Namibia-Rundreise ist die Spitzkoppe. Der 1728 Meter hohe Inselberg, der aufgrund seiner Form gerne auch als das Matterhorn Namibias bezeichnet wird, ist ein absoluter Touristenmagnet. Bekannt ist die Spitzkoppe nicht nur für den Berg an sich, sondern auch für die riesigen Campsites, auf denen du hier mutterseelenalleine übernachten kannst.

 

Darüber hinaus erkundest du die Spitzkoppe bei unterschiedlichen Touren, die du vor Ort buchen kannst, Oder du wagst dich mit einem Guide auf die Spitze des Berges. Ein weiterer beliebter Spot und eines der am häufigsten fotografierten Motive in Namibia ist „The Bridge“, eine natürliche Steinbrücke, die du ebenfalls auf dem Areal der Spitzkoppe entdeckst.


Malerische Orte im Westen: Swakopmund und Walvis Bay

Auch, wenn du es vielleicht im ersten Moment nicht glauben kannst, aber selbst in Namibia weht in einigen Orten ein mediterraner Flair durch die Gassen. Ganz besonders in Walfischbucht (auf Englisch Walvis Bay) und in Swakopmund hast du teilweise das Gefühl, dass du dich in der Südsee befindest. Ok, ganz so extrem ist es vielleicht nicht, aber ein gewisses Urlaubs-Feeling kommt hier allemal auf.

 

Walvis Bay ist bekannt für die tausenden Flamingos, die sich hier an der Lagune aufhalten. Wir hatten das Glück sie zu sehen und waren wirklich beeindruckt. Niemals hätten wir damit gerechnet, eine so riesige Anzahl an Flamingos hier anzutreffen. Die Strandpromenade ist hier von Palmen gesäumt und das Wasser lädt im Sommer zum Baden ein.

Flamingos in Walvis Bay

Die zweite bekannte Hafenstadt an der Westküste in Namibia ist Swakopmund. Swakopmund vereint den Flair einer Hippie-Stadt mit dem Pragmatismus der gewöhnlichen Städte in Namibia. Darüber hinaus gibt es hier verschiedene Museen, die einen Besuch wert sind.

 

Vor allem die Strandpromenade lädt zu einem abendlichen Spaziergang ein. Und wenn du schon einmal da bist, solltest du unbedingt das Restaurant „The Tug“ besuchen. Hier bekommst du die besten Meeresspezialitäten mit frisch gefangenem Fisch direkt aus dem Atlantik. Zudem ist Essen gehen in Namibia selbst in richtig guten Restaurants deutlich günstiger als in Deutschland.

Darüber hinaus eignet sich ein Stop in Walvis Bay oder Swakopmund perfekt, um zu unterschiedlichen Touren in der Umgebung aufzubrechen.

Quad-Tour durch die Namib-Wüste ab Swakopmund

Bei diesem Abenteuer ab Swakopmund tauchst du ganz tief in die Weiten der Namib-Wüste ein. Auf dem Quad fährst du an riesigen Sanddünen entlang und genießt einen Tag in dieser atemberaubenden Natur. Darüber hinaus besteigst du eine der Sanddünen und hast von hier einen einzigartigen Ausblick auf die Umgebung und den angrenzenden Atlantik.

Allrad-Wüstentour ab Swakopmund nach Sandwich Harbour

Wenn du schon immer mal die rosanen Flamingos in der Bucht von Walvis Bay sehen wolltest ist diese Allrad-Wüstentour perfekt für dich geeignet. Bei deinem Abenteuer siehst du dir nicht nur die Flamingos in Walfischbucht an, sondern suchst in ausgetrockneten Flussbetten und der Namib-Wüste nach Geckos, Spinnen und seltenen Käfern.

Highlights an der Westküste: Cape Cross und die Düne 7

Wenn du in Walvis Bay oder Swakopmund unterwegs bist, dann solltest du diese zwei Sehenswürdigkeiten auf jeden Fall mitnehmen. Schließlich sind die Düne 7 und das Cape Cross die beliebtesten Highlights in der gesamten Region.

Die Düne 7 am Rande der Namib-Wüste

Nur rund 10 Kilometer von Walvis Bay entfernt beginnt die Namib-Wüste, die mit mehr als 20 Millionen Jahren die älteste Wüste der Welt ist. Vor allem die Kulisse mit hohen Sanddünen auf der einen und dem Meer auf der anderen Seite der Fahrbahn ist uns hier ganz besonders in Erinnerung geblieben. Und direkt hier, am Rande zur Namib-Wüste, findest du die Düne 7. Die Düne 7 ist mit ihren 130 Metern Höhe eine der höchsten Sanddünen weltweit.

 

Von ganz oben hast du einen endlosen Ausblick auf die gesamte Umgebung. Der Anstieg ist allerdings gar nicht so leicht, wie er auf den ersten Blick erscheint. Denn zum einen ist der Sand extrem heiß, weshalb wir mit Schuhen hinaufgelaufen sind, und zum anderen sinkst du bei jedem Schritt knietief im Sand ein. Fast eine Stunde haben wir gebraucht, um oben anzukommen. Doch die Strapazen haben sich gelohnt. Denn dieser Blick auf die angrenzende Wüste mit ihren eindrucksvollen Sanddünen ist einfach unbezahlbar.

Die stinkenden Robben am Cape Cross

Ein weiteres Highlight an der Westküste von Namibia ist das Cape Cross, das größte Robben-Reservat weltweit. Bis zu 100.000 Robben, zeitweise waren es sogar deutlich mehr, liegen hier am Ufer oder gehen im Atlantik auf Beutejagd. Bereits die Anfahrt zum Cape Cross war für uns ein Highlight, da du hier durch eine Mondlandschaft fährst, in der weder Bäume noch Sträucher wachsen. Ein fast surrealer Anblick, wenn du bedenkst, dass nur 100 Kilometer weiter südlich Palmen und Sand die Strandpromenade von Swakopmund säumen.

 

Angekommen am Cape Cross trauen wir unseren Augen nicht. Auffällig war aber zunächst nur der beißende Gestank. Verwunderlich ist es eigentlich nicht, schließlich liegt hier der Kot von tausenden Robben. Darüber hinaus siehst du hier leider auch immer wieder Tiere, die verendet sind. Auch das riecht nach einiger Zeit natürlich weniger angenehm.

Hier sorgt die Natur aber zum Teil für Abhilfe, da die toten Tiere für die lauernden Hyänen und Schakale in der Umgebung leichte Beute sind.

 

Zieh dir unbedingt Kleidung an, die du in den kommenden Tagen nicht mehr benötigst. Denn eines können wir mit Sicherheit sagen: der Gestank bleibt noch Tage nach deinem Besuch am Cape Cross in jeder Pore deines Shirts hängen. Dennoch lohnt sich der Ausflug hierher. Schließlich haben auch wir noch nie zuvor so viele Robben an einer Stelle gesehen.

 

Um eine Überpopulation zu vermeiden wird jährlich leider eine große Anzahl der hier lebenden Robben getötet. Der Grund, weshalb die Region an zwei Tagen im Jahr dazu aufruft, sind die extremen Auswirkungen auf die Fischpopulation in der Küstennähe.

 

Eintritt: 19,47 € (350 NAD)


Kosten unserer Selbstfahrer-Rundreise durch Namibia

Bevor du nun voller Vorfreude deinen Namibia-Roadtrip buchst kommen wir noch zu den Kosten. Und hier sei gesagt: billig ist eine Rundreise durch Namibia nicht, so ehrlich müssen wir sein. Im Beitrag Kosten einer Weltreise findet ihr alle Infos, mit welchen Ausgaben wir auf unserer Reise rechnen. Dennoch würden wir das Geld für dieses unvergessliche Abenteuer jederzeit wieder in die Hand nehmen, denn rückblickend war der Roadtrip durch Namibia jeden einzelnen Cent wert!

 

Wenn du noch überlegst, wie du das Geld für deine Namibia-Reise zusammenbekommst, dann wirf doch mal einen Blick in unseren Blogbeitrag zum Thema Sparen für eine Weltreise. Dort findest du Tipps, wie du schneller ans Ziel kommst.

Position Kosten

Hin- und Rückflug (Windhoek) für zwei Personen (mit Gepäck)

1.668,82€
Campsites   472,98€
Mietwagen (Asco Car Hire) 2409,00€
Diesel   262,55€
Verpflegung   250,96€
Aktivitäten (Cape Cross, Etosha Nationalpark)     81,68€
SIM-Karten (2 x 6 GB pro Person für zwei Wochen)     15,66€
GESAMT (2580,83€ pro Person) 5.161,65€

Tipp: Nimm auf jeden Fall eine Reisekreditkarte mit nach Namibia. So kannst du überall Geld abheben und vielerorts auch gleich mit der Kreditkarte bezahlen. Damit du keine Gebühren zahlst, wenn du weltweit Geld abhebst oder mit der Kreditkarte bezahlst, solltest du eine Reisekreditkarte nehmen, bei der diese Gebühren nicht erhoben werden. Dazu haben wir einen separaten Blogbeitrag veröffentlicht. Wir würden dir aber definitiv die Kreditkarte der DKB* ans Herz legen, mit der du überall kostenfrei Geld abhebst und bezahlst.


Reiseführer für deinen Namibia-Roadtrip

Reiseführer für Namibia von Marco Polo

Dank der Insider-Tipps der Autoren von diesem Reiseführer für Namibia entgeht dir kein Highlight in den Weiten dieses Landes. Zudem erfährst du, wann die beste Reisezeit für deinen Namibia-Roadtrip ist und was unbedingt auf deine Packliste gehört. Auf der Suche nach den kulinarischen Highlights in Namibia wirst du dank der Tipps für die besten Bars, Cafés und Restaurants schnell fündig.


Namibia-Reiseführer von DuMont

Damit du für die Vielfalt der Landschaft in Namibia gut vorbereitet bist, empfehlen wir dir den Namibia-Reiseführer von DuMont. Darin erfährst du alles zu den TOP-Sehenswürdigkeiten in Namibia, wie zum Beispiel dem Cape Cross, der Namib-Wüste oder dem Etosha Nationalpark. Dank der großen und detaillierten Landkarte behältst du auch dann den Überblick, wenn dein Handy-GPS versagt.


Lonely Planet: Namibia-Reiseführer

Mit dem Lonely Planet Reiseführer für Namibia und Botswana bist du für dein Abenteuer im südlichen Afrika perfekt ausgestattet. Im Reiseführer findest du nicht nur wertvolle Reisetipps zu den besten Sehenswürdigkeiten in Namibia, sondern erfährst auch, worauf du achten solltest, damit du bei deiner Safari die seltesten Tiere findest. Darüber  hinaus bekommst du Informationen, wann die beste Reisezeit in Namibia ist.



Weitere Sehenswürdigkeiten in Namibia

Da wir nur zwei Wochen Zeit hatten, haben wir längst nicht alle Highlights in Namibia gesehen. Vor allem im Süden des Landes warten noch unzählige Orte darauf, von dir entdeckt zu werden. Das ist auch der Grund, warum wir auf jeden Fall nach Namibia zurückkommen werden! Wenn du aber etwas mehr Zeit für einen Roadtrip durch Namibia hast, dann solltest du dir diese Sehenswürdigkeiten im Süden von Namibia unbedingt ansehen.

  • Sossusvlei: eine von Sanddünen umschlossene Salzpfanne in der Namib-Wüste
  • Düne 45: 170 Meter hohe Sterndüne in der Namib-Wüste
  • Lüderitz: Hafenstadt im Süden mit kunterbunten Hausfassaden
  • Fish River Canyon: größter Canyon Afrikas und zweitgrößter Canyon der Welt
  • Wüstenpferde: in der Namib-Wüste ca. 20 Kilometer von Garub entfernt
  • Namib-Wüste: die mit 20 Millionen Jahren älteste Wüste der Welt
  • Kalahari-Wüste: im Osten mit Dornstrauch- und Trockensavannen

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Kommentare: 3
  • #1

    Peter Schliebusch (Samstag, 28 August 2021 08:23)

    Wow, einfach nur Danke das ihr uns so ausführlich an eurem Namibiatrip teilhaben lasst. Man hat fast das Gefühl mit euch gefahren zu sein und eure ausführliche Erklärungen helfen sicher auch anderen eine tolle Zeit in Namibia zu verbringen. Wir wollten ursprünglich zu meinem Geburtstag auch nach Afrika was durch die Pandemie ausgefallen war, aber euer Bericht hat uns voll mitgenommen und die Lust wieder entfacht das nachzuholen sobald es uns möglich ist.
    Liebe Grüße Tatjana und Peter

  • #2

    AJ (Samstag, 28 August 2021 08:38)

    Dieser erste Bericht macht heute schon Lust auf mehr - und auf Namibia.

  • #3

    Travel around the clock. (Dienstag, 31 August 2021 18:14)

    Hallo Peter, hallo AJ,

    vielen Dank für euer Feedback und es freut uns sehr, dass euch unser Blogbeitrag zu Namibia gefällt!

    @Peter: wir hoffen, dass ihr die Reise demnächst angeht, wir können es nur empfehlen. Afrika und insbesondere Namibia hat einfach so unfassbar viel zu bieten!

    @AJ: Dann nichts wie los! ;)

    Beste Grüße,
    Alex & Alina von Travel around the clock.